Finanz Lexikon


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Wird gegen ein Urteil kein Rechtsmittel eingelegt oder sind diese nicht mehr möglich, so erhält das Urteil Rechtskraft. Es kann inhaltlich nicht mehr geändert werden. Die Abänderungsklage (§ 323 ZPO) bildet eine Ausnahme. Haben sich die Verhältnisse nachträglich wesentlich geändert, … Weiterlesen

Abgeld = Disagio Abgeld, auch Disagio genannt, ist der Betrag, den der Darlehensgeber zusätzlich zu den normalen Zinsen verlangt und i. d. R. bei Darlehensauszahlung einbehält. Ein solches Abgeld wird häufig auch beim Verkauf von Forderungen, Pfandbriefen und Hypotheken sowie … Weiterlesen

Bescheinigung des Bauaufsichtsamtes, dass die Räumlichkeiten nach dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG) abgeschlossen sind, d. h. baulich von anderen Wohneinheiten getrennt sind und einen eigenen abschließbaren Zugang von außen besitzen.

Wird ein Darlehen vorzeitig, also vor dem Ende des Zinsbindungszeitraums abgelöst, erhält entweder das Geldinstitut ein Vorfälligkeitsentgelt oder der Kunde eine Disagioerstattung.

Verpflichtung eines Darlehensnehmers, sich innerhalb einer vereinbarten Frist (Abnahmefrist) das Darlehen auszahlen zu lassen.

Bei Vertragsbeginn zahlt der Bausparer eine Abschlussgebühr oder eine Einlage in Höhe von einem Prozent der Bausparsumme. Die Abschlussgebühr soll die Kosten der Bausparkasse decken.

Die Abschreibung ist die Wertminderung von Wirtschaftsgütern, die jährlich zu einem bestimmten Prozentsatz als steuerlicher Verlust im Zuge der Ermittlung Ihrer Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung geltend gemacht werden kann. Auch bei vermieteten Immobilien kann jährlich ein bestimmter Anteil der … Weiterlesen

Eine Abtretung oder Zession (lateinisch: „Übertragung“) ist die Übertragung von Rechten und Ansprüchen auf einen Dritten. Bei einer Immobilienfinanzierung kommen z. B. folgende Abtretungen vor: Abtretung der Rechte und Ansprüche aus Bausparverträgen, Kapitallebensversicherungen, Investmentfonds und Grundschulden. Eine Forderung kann durch … Weiterlesen

Schuldner und Gläubiger können ein Abtretungsverbot vereinbaren, wonach die Forderung nicht an einen Dritten abgetreten werden darf. Das bringt insbesondere einen Vorteil für den Schuldner. Er “behält” genau jenen Vertragspartner als Gläubiger, den er sich selbst ausgesucht hat. Liegt ein … Weiterlesen

AIBD ist die Abkürzung für die 1969 gegründete Association of International Bond Dealers. Diese Vereinigung änderte ihren Namen allerdings 1992 in International Securities Market Association (ISMA), um die Entwicklung des Eurobond-Marktes in einen Welt-Effekten-Markt besser zu reflektieren. Die nach o.g. … Weiterlesen

Ein Anderkonto ist ein Konto, das jemand (z. B. Rechtsanwalt, Notar) im eigenen Namen und mit eigener Verfügungsbefugnis treuhänderisch für einen anderen unterhält (zur Sorgfaltspflicht § 43 V BRAO). Solche Konten sind häufig, z. B. als Bankkonten bei Vermögensverwaltungen.

Unter Anforderungsprofil versteht man die Darstellung der Art und Höhe der Anforderungen z. B. an die einzelnen Mitarbeiter in verbaler, tabellarischer oder grafischer Form.

Die Annuität ist der Betrag, der für Zinsen und Tilgung eines Darlehens regelmäßig (z. B. monatlich) vom Schuldner zu zahlen ist. Dieser Betrag bleibt während der Zinsbindung konstant. Er ist mit einem sinkenden Zins- und wachsenden Tilgungsanteil verbunden, weil durch … Weiterlesen

Für ein Annuitätendarlehen sind stets gleichbleibende Jahresraten an Zins- und Tilgungsleistungen, zu zahlen. Die jährliche Belastung, Annuität genannt, setzt sich aus dem für das Darlehen vereinbarten Zinssatz sowie der Darlehenstilgung zusammen. Während der Laufzeit verringert sich der Zinsanteil der Rate, … Weiterlesen

Eine Anschlussfinanzierung wird für die Zeit nach Ablauf der Zinsbindung oder für eine Umschuldung innerhalb der Zinsbindung aufgenommen. Häufig wird auch von Prolongation oder Umschuldung gesprochen.

Die Anwaltskosten sind die Gebühren und Auslagen, die der Rechtsanwalt für seine Tätigkeit vom Mandanten verlangen kann. Welche Gebühren anfallen und wie sie berechnet werden, regelt die Bundesgebührenordnung für Rechtsanwälte (BRAGO). Sie ist Gesetz und für den Rechtsanwalt bindend. Aus … Weiterlesen

Die Arbeitnehmersparzulage (ANSpZ) ist eine steuerfreie staatliche Zulage, die Arbeitnehmer unter bestimmten Voraussetzungen für die Anlage ihrer vermögenswirksamen Leistungen (siehe Vermögenswirksame Leitungen) erhalten. Ein Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage besteht auch, wenn der Arbeitgeber keine vermögenswirksamen Leistungen zahlt, sondern die Sparleistung … Weiterlesen

Eine Auflassung ist die Einigung zwischen dem Verkäufer und Käufer einer Immobilie über den Eigentumsübergang. Die Auflassung wird im Rahmen des Kaufvertrages von einem Notar beurkundet. Auflassung und Eintragung des Eigentumswechsels im Grundbuch bewirken den Eigentumsübergang.

Die Auflassungsvormerkung ist die Eintragung im Grundbuch, die den Anspruch des Grundstückskäufers auf Eigentumsübertragung bis zu seiner endgültigen Eintragung als neuer Eigentümer sichert. Die Auflassungsvormerkung wird in Abteilung II des Grundbuches eingetragen. Sie schützt den zukünftigen Eigentümer davor, dass der … Weiterlesen

Eine Ausfallbürgschaft kann erst in Anspruch genommen werden, wenn der Gläubiger nachgewiesen hat, dass zumindest teilweise ein Ausfall seiner Forderung endgültig eingetreten ist, d. h. die Bank einen Verlust erlitten hat.

Auszahlungsvoraussetzungen sind im Darlehensvertrag vereinbarte Bedingungen, die innerhalb einer bestimmten Frist erfüllt werden müssen, damit die Bank das Darlehen auszahlen kann (z. B. rangrichtige Eintragung der Grundschuld im Grundbuch).

Aval (italienisch avallo – “Wechsel”) ist der Fachbegriff für eine Bürgschaft.

Eine Avalgebühr ist eine Avalprovision. Kreditinstitute verlangen i. d. R. eine Gebühr für die Übernahme des Risikos und für den verwaltungs-technischen Arbeitsaufwand. Üblich sind hier 0,50-1,00% der Bürgschaftssumme einmalig.