Finanz Lexikon


Wird gegen ein Urteil kein Rechtsmittel eingelegt oder sind diese nicht mehr möglich, so erhält das Urteil Rechtskraft. Es kann inhaltlich nicht mehr geändert werden. Die Abänderungsklage (§ 323 ZPO) bildet eine Ausnahme. Haben sich die Verhältnisse nachträglich wesentlich geändert, … Weiterlesen

Abgeld, auch Disagio genannt, ist der Betrag, den der Darlehensgeber zusätzlich zu den normalen Zinsen verlangt und i. d. R. bei Darlehensauszahlung einbehält. Ein solches Abgeld wird häufig auch beim Verkauf von Forderungen, Pfandbriefen und Hypotheken sowie von Wertpapieren, insbesondere … Weiterlesen

Bescheinigung des Bauaufsichtsamtes, dass die Räumlichkeiten nach dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG) abgeschlossen sind, d. h. baulich von anderen Wohneinheiten getrennt sind und einen eigenen abschließbaren Zugang von außen besitzen.

Wird ein Darlehen vorzeitig, also vor dem Ende des Zinsbindungszeitraums abgelöst, erhält entweder das Geldinstitut ein Vorfälligkeitsentgelt oder der Kunde eine Disagioerstattung.

Verpflichtung eines Darlehensnehmers, sich innerhalb einer vereinbarten Frist (Abnahmefrist) das Darlehen auszahlen zu lassen.

Bei Vertragsbeginn zahlt der Bausparer eine Abschlussgebühr oder eine Einlage in Höhe von einem Prozent der Bausparsumme. Die Abschlussgebühr soll die Kosten der Bausparkasse decken.

Die Abschreibung ist die Wertminderung von Wirtschaftsgütern, die jährlich zu einem bestimmten Prozentsatz als steuerlicher Verlust im Zuge der Ermittlung Ihrer Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung geltend gemacht werden kann. Auch bei vermieteten Immobilien kann jährlich ein bestimmter Anteil der … Weiterlesen

Eine Abtretung oder Zession (lateinisch: „Übertragung“) ist die Übertragung von Rechten und Ansprüchen auf einen Dritten. Bei einer Immobilienfinanzierung kommen z. B. folgende Abtretungen vor: Abtretung der Rechte und Ansprüche aus Bausparverträgen, Kapitallebensversicherungen, Investmentfonds und Grundschulden. Eine Forderung kann durch … Weiterlesen

Schuldner und Gläubiger können ein Abtretungsverbot vereinbaren, wonach die Forderung nicht an einen Dritten abgetreten werden darf. Das bringt insbesondere einen Vorteil für den Schuldner. Er „behält“ genau jenen Vertragspartner als Gläubiger, den er sich selbst ausgesucht hat. Liegt ein … Weiterlesen

AIBD ist die Abkürzung für die 1969 gegründete Association of International Bond Dealers. Diese Vereinigung änderte ihren Namen allerdings 1992 in International Securities Market Association (ISMA), um die Entwicklung des Eurobond-Marktes in einen Welt-Effekten-Markt besser zu reflektieren. Die nach o.g. … Weiterlesen

Ein Anderkonto ist ein Konto, das jemand (z. B. Rechtsanwalt, Notar) im eigenen Namen und mit eigener Verfügungsbefugnis treuhänderisch für einen anderen unterhält (zur Sorgfaltspflicht § 43 V BRAO). Solche Konten sind häufig, z. B. als Bankkonten bei Vermögensverwaltungen.

Eine Änderungskündigung ist die Kündigung eines Dauerschuldverhältnisses (Mietvertrag, Arbeitsverhältnis) allein zu dem Zweck, andere Vertragsbedingungen zu erzielen. Bei der Änderungskündigung wird zugleich der Abschluss eines neuen Vertrages mit anderem Inhalt angeboten. Hierbei sind Bedingungen zulässig, deren Eintritt ausschließlich vom Willen … Weiterlesen

Unter Anforderungsprofil versteht man die Darstellung der Art und Höhe der Anforderungen z. B. an die einzelnen Mitarbeiter in verbaler, tabellarischer oder grafischer Form.

Die Annuität ist der Betrag, der für Zinsen und Tilgung eines Darlehens regelmäßig (z. B. monatlich) vom Schuldner zu zahlen ist. Dieser Betrag bleibt während der Zinsbindung konstant. Er ist mit einem sinkenden Zins- und wachsenden Tilgungsanteil verbunden, weil durch … Weiterlesen

Für ein Annuitätendarlehen sind stets gleichbleibende Jahresraten an Zins- und Tilgungsleistungen, zu zahlen. Die jährliche Belastung, Annuität genannt, setzt sich aus dem für das Darlehen vereinbarten Zinssatz sowie der Darlehenstilgung zusammen. Während der Laufzeit verringert sich der Zinsanteil der Rate, … Weiterlesen

Eine Anschlussfinanzierung wird für die Zeit nach Ablauf der Zinsbindung oder für eine Umschuldung innerhalb der Zinsbindung aufgenommen. Häufig wird auch von Prolongation oder Umschuldung gesprochen.

Die Anwaltskosten sind die Gebühren und Auslagen, die der Rechtsanwalt für seine Tätigkeit vom Mandanten verlangen kann. Welche Gebühren anfallen und wie sie berechnet werden, regelt die Bundesgebührenordnung für Rechtsanwälte (BRAGO). Sie ist Gesetz und für den Rechtsanwalt bindend. Aus … Weiterlesen

Die Arbeitnehmersparzulage (ANSpZ) ist eine steuerfreie staatliche Zulage, die Arbeitnehmer unter bestimmten Voraussetzungen für die Anlage ihrer vermögenswirksamen Leistungen (siehe Vermögenswirksame Leitungen) erhalten. Ein Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage besteht auch, wenn der Arbeitgeber keine vermögenswirksamen Leistungen zahlt, sondern die Sparleistung … Weiterlesen

Eine Auflassung ist die Einigung zwischen dem Verkäufer und Käufer einer Immobilie über den Eigentumsübergang. Die Auflassung wird im Rahmen des Kaufvertrages von einem Notar beurkundet. Auflassung und Eintragung des Eigentumswechsels im Grundbuch bewirken den Eigentumsübergang.

Die Auflassungsvormerkung ist die Eintragung im Grundbuch, die den Anspruch des Grundstückskäufers auf Eigentumsübertragung bis zu seiner endgültigen Eintragung als neuer Eigentümer sichert. Die Auflassungsvormerkung wird in Abteilung II des Grundbuches eingetragen. Sie schützt den zukünftigen Eigentümer davor, dass der … Weiterlesen

Eine Ausfallbürgschaft kann erst in Anspruch genommen werden, wenn der Gläubiger nachgewiesen hat, dass zumindest teilweise ein Ausfall seiner Forderung endgültig eingetreten ist, d. h. die Bank einen Verlust erlitten hat.

Auszahlungsvoraussetzungen sind im Darlehensvertrag vereinbarte Bedingungen, die innerhalb einer bestimmten Frist erfüllt werden müssen, damit die Bank das Darlehen auszahlen kann (z. B. rangrichtige Eintragung der Grundschuld im Grundbuch).

Aval (italienisch avallo – „Wechsel“) ist der Fachbegriff für eine Bürgschaft.

Eine Avalgebühr ist eine Avalprovision. Kreditinstitute verlangen i. d. R. eine Gebühr für die Übernahme des Risikos und für den verwaltungs-technischen Arbeitsaufwand. Üblich sind hier 0,50-1,00% der Bürgschaftssumme einmalig.

Der Barwert wird errechnet, indem alle künftigen Zahlungen (unabhängig von der echten Zahlungsweise) taggenau gebucht und mit dem gleichen Barwertzins aufgezinst werden. Dieses Endkapital wird dann zum Barwert abgezinst. Der Barwert ist also der Betrag, den ein Kunde am Anfang … Weiterlesen

Der Basiszinssatz wird in § 247 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) variabel bestimmt. Im BGB § 247 heißt es: „(1) Der Basiszinssatz beträgt 3,62 Prozent. Er verändert sich zum 1. Januar und 1. Juli eines jeden Jahres um die Prozentpunkte, um … Weiterlesen

Ob es sich bei einem Gebäude um ein Baudenkmal handelt, entscheiden die jeweiligen landesrechtlichen Denkmalschutzvorschriften (Landesdenkmalschutzgesetz). Wird ein Gebäude oder ein Gebäudeensemble als Baudenkmal klassifiziert, so können steuerliche Förderungen in Anspruch genommen werden.

Die Baugenehmigung (Bauanzeige) ist das nach der jeweiligen Bauordnung der einzelnen Bundesländer vorgeschriebene förmliche Verfahren für die Genehmigung einer Baumaßnahme (Bauschein), ohne die mit der Durchführung nicht begonnen werden darf. In einigen Bundesländern reicht für bestimmte Baumaßnahmen (insbesondere Wohnungsbau) die … Weiterlesen

Mit der Beteiligung an einem Bauherrenmodell konnten Steuerpflichtige zahlreiche Aufwendungen (z. B. Gebühren für Baubetreuung, wirtschaftliche Beratung, Finanzierungsvermittlung) als sofort abzugsfähige Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung steuerlich geltend machen. Mit dem neuen Bauherren- und Fondserlass vom 20. … Weiterlesen

Zuschüsse zu Baukosten können aus öffentlichen Mitteln (z. B. Denkmalschutzprogramm, Lärmschutzprogramm) oder von privaten Gebern (z. B. Flughafengesellschaft, Mietern) stammen. Einkommensteuerlich können die Baukostenzuschüsse zu einer Minderung der Herstellungskosten und damit einer Minderung des Abschreibungsbetrags oder zu Einnahmen aus Vermietung … Weiterlesen

Unter Baunebenkosten versteht man bei einem Neubau alle Kosten, die nicht unmittelbar für den Grundstückskauf oder die Gebäudesubstanz verwendet werden. Die wesentlichen Baunebenkosten sind: Hausanschlüsse, Behördengebühren für Baugenehmigungen, Grundstücksfreimachung etc.

Bauspardarlehen sind Darlehen von Bausparkassen, auf die der Bausparer einen Anspruch hat, wenn er die Zuteilungsvoraussetzungen erfüllt. Die für die Zuteilung zu erreichende Bewertungszahl wird aus dem eingezahlten Betrag und dem Sparzeitraum ermittelt. Der Bausparzins kann Werte zwischen 2 und … Weiterlesen

Bausparen wird vom Staat durch die Arbeitnehmer-Sparzulage und die Wohnungsbauprämie unterstützt. Handelt es sich um einen Riester-Vertrag, wird der Bausparvertrag mit der Riester-Zulage gefördert. Art und Höhe der Förderung ist vom Einkommen des Bausparers abhängig. Siehe auch Eigenheimrentengesetz.

Das Bausparguthaben ist das steigende Guthaben auf dem Bausparkonto während der Sparphase. Hier werden dem Bausparer die eingezahlten Sparbeiträge und die Zinsen gutgeschrieben.

Ein Bausparsofortdarlehen bedarf des Abschlusses eines Bausparvertrages. Es wird bis zur Zuteilung des Bausparvertrages gewährt und mit der zugeteilten Bausparsumme abgelöst. Andere Bezeichnungen sind Festdarlehen, endfälliges Darlehen sowie Vor- und Zwischenfinanzierungsdarlehen.

Die Bausparsumme ist der Betrag, über den ein Bausparvertrag abgeschlossen wird. Sie setzt sich aus dem Bausparguthaben und dem Bauspardarlehen zusammen und wird ausgezahlt, wenn der Vertrag die Zuteilungsvoraussetzungen erfüllt.

Kennzeichnend für den Tarif eines Bausparvertrages sind die Höhe der Spar- und Tilgungsbeiträge, Gebühren und Entgelte (z. B. Abschluss- und Darlehensgebühren), Höhe der Guthaben- und Darlehenszinsen und die Bestimmungsgrößen für die Zuteilung (z. B. Mindestansparzeit und Mindestansparsumme).

Nach dem Abschluss eines Vertrages mit einer Bausparkasse erwirbt der Bausparer nach Leistung von Sparbeiträgen, auch Bauspareinlagen genannt, einen Rechtsanspruch auf Gewährung eines Bauspardarlehens. Der Bausparvertrag wird über eine bestimmte Summe abgeschlossen, die die Bezugsgröße für die Spar- und Tilgungsbeiträge … Weiterlesen

Bauzeitzinsen sind während der Bauzeit anfallende Zinsen auf Teilauszahlungen eines Darlehens. Sie entstehen üblicherweise bei Neubau, wenn die Darlehensauszahlung nach Baufortschritt erfolgt.

Der Beleihungsauslauf ist der Anteil des Objektwertes in Prozent, der fremdfinanziert (also beliehen) wird.

Die Beleihungsgrenze ist der Teil des Beleihungswertes einer Immobilie, den Kreditinstitute nach den für sie maßgebenden gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften beleihen dürfen. Für die Beleihungsgrenze ist der Beleihungswert der Ausgangswert. Diese Grenze liegt i. d. R. beim Realkredit bei 60% … Weiterlesen

Beleihungsobjekte sind Grundstücke, Häuser oder Eigentumswohnungen, die als dingliche Sicherheiten für eine Finanzierung dienen. Die Absicherung der Bank erfolgt in der Regel über die Eintragung von Grundschulden.

Banken müssen gem. §12 Hypothekenbankgesetz einen Beleihungswert der zu finanzierenden bzw. zu beleihenden Immobilie ermitteln. Dieser Beleihungswert soll einen langfristig am Markt erzielbaren Preis für diese Immobilie widerspiegeln. Die einfachste Form der Beleihungswertermittlung ist das sog. Abschlagsverfahren. Dabei wird von … Weiterlesen

Im Einkommensteuerrecht sowie im Umsatzsteuerrecht ist die Bemessungsgrundlage der Betrag, auf den der jeweilige Steuersatz angewendet wird. Damit ist die Bemessungsgrundlage der Betrag, nach dem die Steuer zu berechnen ist.

Bereitstellungszinsen sind das Entgelt für die vom Kreditinstitut bereitgestellten (refinanzierten) und vom Darlehensnehmer noch nicht in Anspruch genommenen Darlehen oder Darlehensteile. Da Bereitstellungszinsen nicht in die Effektivzinsberechnung eingehen, können sie besonders für Bauherren, die ihr Darlehen nach Baufortschritt abrufen, teuer … Weiterlesen

Die Berufung kann im Zivilprozess innerhalb einer Frist von einem Monat nach Zustellung des Urteils eingelegt werden (§ 517 ZPO). Mit der Berufung kann man sich gegen Urteile des ersten Rechtszuges wehren, so weit der Streitgegenstand einen Wert von 600 … Weiterlesen

Bewirtschaftungskosten sind Ausgaben für den laufenden Betrieb und Unterhalt einer Immobilie. Bei vermieteten Immobilien gibt es zwei verschiedene Arten von Bewirtschaftungskosten: umlagefähige Bewirtschaftungskosten, die dem Mieter in Rechnung gestellt werden können (z. B. Müllabfuhr, Straßenreinigung etc.). nicht umlagefähige Bewirtschaftungskosten, die … Weiterlesen

Das Urteil „2 BvF 1/03“ des Bundesverfassungsgerichts vom 26. Januar 2005 erklärt das im Hochschulrahmengesetz enthaltene Verbot von Studiengebühren für nichtig. Damit dürfen die Bundesländer künftig von allen Studierenden Gebühren verlangen und nicht nur – wie bisher bereits möglich – … Weiterlesen

Die Bonität beschreibt die Kreditwürdigkeit und Zahlungsfähigkeit eines Schuldners. Sie ist z. B. ausschlaggebend für die Sicherheit einer Anleihe oder die Rückzahlung von Krediten. Ein solches Rating führt z. B. die Schufa durch. Es ist ein entscheidendes Kriterium bei der … Weiterlesen

Die Buchgrundschuld ist eine Grundschuld, die nur im Grundbuch eingetragen wird und bei der die Ausstellung eines Grundschuldbriefes ausgeschlossen wurde. Die Bestellung einer Buchgrundschuld ist die heute übliche Form der Grundschuldbestellung.

Bürgschaft = Aval Eine Bürgschaft ist die Verpflichtung einer Person (Bürge) gegenüber dem Gläubiger, für die Erfüllung der Verbindlichkeit des Schuldners einzustehen (§ 765 BGB). Mit der Bürgschaft erhält der Gläubiger neben dem Anspruch gegen den Schuldner die Möglichkeit, auf … Weiterlesen

CAP

Der Käufer eines Cap hat die Gewissheit, dass seine Zinskosten eine festgelegte Obergrenze nicht überschreiten bzw. bei steigenden Zinsen vom Vertragspartner ausgeglichen werden. Bei einer Vereinbarung einer Zinsuntergrenze spricht man von einem Floor. Werden sowohl Zinsunter- als auch -obergrenzen vereinbart, … Weiterlesen

Ein Cap-Darlehen ist ein Darlehen, das variabel verzinst wird. Bei diesem Cap-Darlehen existiert jedoch eine Obergrenze für den Zinswert, auch Cap-Grenze genannt. Die Zinsen eines Cap-Darlehens werden alle drei bis sechs Monate an aktuelle Zinswerte angepasst. Somit entsteht bei einem … Weiterlesen

Die Vermittlungsprovision (Provision) des Maklers (Maklervertrag), aber auch die einer Bank, wenn sie einen Kredit vermittelt, wird Courtage genannt.

Damnum ist der Oberbegriff für das Darlehensaufgeld (Agio) und Darlehensabgeld (Disagio) und ergibt sich aus der Differenz zwischen Rückzahlungsbetrag und Auszahlungsbetrag eines Kredites. Wird ein Damnum als Darlehensaufgeld vereinbart, erhöht sich der Rückzahlungsbetrag um das Aufgeld. Als Darlehensabgeld vereinbart, verringert … Weiterlesen

Widerruft ein Darlehensnehmer ein vertraglich vereinbartes Verbraucherdarlehen, wird das Darlehen rückabgewickelt. Dafür werden alle empfangenen Leistungen und Zinsen des Darlehensnehmers und des Darlehensgebers zunächst getrennt betrachtet. Die Leistungen, die der Darlehensnehmer bis zum Datum des Widerrufs erhalten hat, werden mit … Weiterlesen

Ein Dauerschuldverhältnis ist ein Schuldverhältnis, das sich nicht in einmaligen Erfüllungshandlungen erschöpft (z. B. Kauf, Werkvertrag), sondern eine Verpflichtung zu einem fortlaufenden Tun, Unterlassen oder Verhalten begründet (z. B. Miete, Gesellschaft, Arbeitsvertrag).

Der Debitor ist der Schuldner eines Kredites.

Ein dinglicher Anspruch ist der Anspruch, der sich aus einem dinglichen Recht ergibt, z. B. aus dem Eigentum der Eigentumsherausgabeanspruch.

Das Disagio (auch Abgeld oder Abschlag) ist die Differenz zwischen Nominalbetrag und tatsächlicher Auszahlung eines Darlehens. Ein Disagio von 5% bedeutet beispielsweise, dass von einem Kredit nur 95% ausgezahlt werden, aber 100% zurückgezahlt werden müssen. Bei einem Disagio handelt es … Weiterlesen

Die Disagioabgrenzung grenzt die Disagioeinnahmen des Darlehensgebers auf einen bestimmten Zeitraum, im Normalfall ein Geschäftsjahr ab. Die Disagioabgrenzung weist das verbrauchte Disagio im gewählten Ausgabeintervall (z. B. monatlich) aus. Das Disagio wird auf den Disagioverteilungszeitraum verteilt. Wie diese Verteilung erfolgt, … Weiterlesen

Der Darlehensnehmer erhält eine Disagioerstattung für den Anteil des bis zum Ende des Disagioverteilungszeitraums nicht verbrauchten Disagios, wenn das Darlehen kündbar ist und vom Darlehensnehmer vorzeitig gekündigt wurde. Der Darlehensgeber erhält in diesem Fall kein Vorfälligkeitsentgelt. Die Bearbeitungsgebühr muss nur … Weiterlesen

Der Diskontsatz war bis zu seiner Ablösung durch den Basiszinssatz am 1.1.1999 derr Zinssatz, der der Berechnung des Diskonts bei Wechselankäufen zugrunde gelegt wurde. Der Diskont (ital./ franz.: „Escompte“) ist der Zinsabzug bei noch nicht fälligen Zahlungen. Er wurde vor … Weiterlesen

Als Drittschuldner wird im Zwangsvollstreckungsrecht der Schuldner einer gepfändeten Forderung bezeichnet. Der Begriff „Drittschuldner“ dient zur Abgrenzung vom Vollstreckungsschuldner, der bezüglich der gepfändeten Forderung der Gläubiger ist. Beispiel: Wird der Arbeitslohn eines Schuldners gepfändet, ist dessen Arbeitgeber als Schuldner der … Weiterlesen

Die Drittwiderspruchsklage ist ein Instrument für einen Dritten, dessen Eigentum (oder sonstige Rechte) gepfändet wurde, der aber gar nicht der Schuldner ist. Das hat folgenden Grund: Der Gerichtsvollzieher kommt mit dem Vollstreckungstitel und klebt auf alles das Pfandsiegel (den „Kuckuck“), … Weiterlesen

Der Effektivzins ist der effektive Jahreszins. Dieser stellt die als jährlicher Prozentsatz anzugebenden Gesamtkosten eines Kredits dar. Mit Hilfe des Effektivzinssatzes können nur Darlehensangebote mit gleicher Zinsfestschreibung verglichen werden. Die Preisangabenverordnung (PAngV) verpflichtet zur Angabe eines Effektivzinses und schreibt die … Weiterlesen

Mit einer eidesstattlichen Versicherung wird verlangt, nach bestem Wissen und Gewissen zu versichern, dass die Angaben richtig und vollständig gemacht wurden. Eine eidesstattliche Versicherung gegenüber dem zuständigen Amtgericht ist bei der Aufnahme eines Vermögensverzeichnisses abzugeben. Ein Vermögensverzeichnis ist vorzulegen, wenn … Weiterlesen

Das Eigenheimnrentengesetz, auch „Wohn-Riester“, trat rückwirkend zum 01.01.2008 in Kraft. Mit dem Eigenheimrentengesetz soll der Bau oder Kauf einer selbstgenutzten Immobilie gefördert werden, wenn diese Wohnung nach dem 31.12.2007 hergestellt oder angeschafft wurde. Gefördert werden eine selbstgenutzte Wohnung in einem … Weiterlesen

Eigenkapital sind eigene Vermögenswerte, die für die Immobilienfinanzierung eingesetzt werden. Zum Eigenkapital zählen: Eigenleistungen Bargeld und Guthaben auf Sparkonten Erlöse aus Sparbriefen, Aktien, Wertpapieren, Investmentfonds Lebensversicherungen, Guthaben aus Bausparverträgen unbelastete Baugrundstücke bzw. unbelasteter Grundbesitz vorgezogene Erbauszahlungen oder Schenkungen Verwandtendarlehen, öffentliche … Weiterlesen

Der Eigenkapitalanteil ist der unverzichtbare Teil an Eigenkapital bei einer Baufinanzierung. Er sollte zwischen 15 und 40% betragen. Die konkrete Höhe ist von der individuellen Situation abhängig. Je geringer das frei verfügbare Einkommen, umso höher sollte der Eigenkapitalanteil sein.

Eigenleistungen (auch Eigenkapitalersatz) sind persönliche Arbeitsleistungen (Selbst-, Verwandten- und Nachbarschaftshilfe), die zur Einsparung von Handwerkerlohnkosten erbracht werden. Risiken liegen im hohen Zeitaufwand, der längeren Bauzeit, der teilweise unzureichenden fachlichen Qualifikation und dem Ausschluss von Gewährleistungsansprüchen. Eigenleistungen können andere Eigenmittel (Eigenkapital) … Weiterlesen

Die Eigennutzung ist die Nutzung einer Immobilie zu eigenen Wohnzwecken.

Eine Eigentumswohnung ist der Besitz einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus. Die rechtlichen Grundlagen sind im Wohnungseigentumsgesetz geregelt.

Der Einheitswert ist ein vom Finanzamt festgesetzter Richtwert für Grundstücke und Gebäude, nach dem die Grundsteuer, die Grunderwerbssteuer, die Gewerbesteuer, die entsprechende Vermögensteuer und auch die Erbschafts- und Schenkungssteuer ermittelt werden. Seit 1997 wird die Erbschaftssteuer auf Basis von Grundbesitzwerten … Weiterlesen

Bei der Berechnung des zu versteuernden Einkommens werden zahlreiche Abzugsbeträge oder Hinzurechnungen berücksichtigt. Welche Abzüge möglich sind, richtet sich zum Beispiel nach der Höhe des Einkommens (dies ist z. B. besonders bei der Berücksichtigung außergewöhnlicher Belastungen relevant), nach der Familiensituation … Weiterlesen

Die Einkommensteuer ist eine Steuer, die vom Einkommen der natürlichen Personen erhoben wird. Als Personensteuer knüpft sie an die Leistungsfähigkeit einer Person an. Es handelt sich dabei um eine direkte Steuer, weil sie von demjenigen erhoben wird, der die Belastung … Weiterlesen

Der Einkommensteuer unterliegt das Einkommen des Steuerpflichtigen. Was als Einkommen gilt, definiert das Einkommensteuergesetz durch eine abschließende Aufzählung von sieben Einkunftsarten. Nur die Einkünfte, die unter diese Einkunftsarten fallen, sind steuerpflichtig. Die sieben Einkunftsarten sind: Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft; … Weiterlesen

Eine Einliegerwohung ist i. d. R. eine kleinere, abgeschlossene Wohnung in einem Einfamilienhaus. Von einer Einliegerwohnung kann gesprochen werden, wenn es sich um eine separate, in sich abgeschlossene Wohnung handelt, die Wohnungsgrösse mindestens 25 Quadratmeter beträgt, eine eigene Küche und … Weiterlesen

Die Einrede ist das Recht, die Erfüllung eines Anspruchs ganz oder teilweise zu verweigern (so z. B. Einrede des nichterfüllten Vertrags). Man unterscheidet: die aufschiebende Einrede (hemmende, dilatorische Einrede, z. B. die Einrede des Zurückbehaltungsrechts, des nichterfüllten Vertrags, der Stundung … Weiterlesen

Die Einrede der Vorausklage ist ein Einspruch im Rahmen der Bürgschaft durch den Bürgen gegenüber dem Gläubiger, zunächst alle übrigen Schuldner bzw. zunächst den Hauptschuldner in Anspruch zu nehmen, bevor er zur Zahlung bzw. Haftung herangezogen wird. Während bei der … Weiterlesen

Der Einspruch ist ein außergerichticher Rechtsbehelf. Er kann gegen Verwaltungsakte eingelegt werden und verhindert, dass diese bestandskräftig werden. Beim Vorliegen nachfolgender Voraussetzungen kann ein Einspruch erfolgen: es handelt sich um eine Abgabenangelegenheit, der Einspruch ist statthaft und wird form- sowie … Weiterlesen

Die einstweilige Verfügung gemäß §§ 935 ff Zivilprozessordnung (ZPO) ist ein vorläufiges, gerichtliches Sicherungsmittel eines Rechts. Der Rechtsinhaber kann bei Gericht dann eine einstweilige Verfügung beantragen, wenn er befürchten muss, dass ohne richterliche Anordnungen ein ihm zustehendes Recht vereitelt oder … Weiterlesen

Anders als die Einrede, die das Recht als solches unberührt lässt und nur ein Leistungsverweigerungsrecht gibt, beseitigt die Einwendung das Recht als solches selbst, nicht nur dessen Durchsetzbarkeit. Man unterscheidet: rechtshindernde Einwendungen, hier ist das geltendgemachte Recht überhaupt nicht entstanden … Weiterlesen

Die Einzelwertberichtigung ist ein Bewertungsverfahren, um entstandene Forderungen eines Unternehmens zu bewerten. Es werden erkannte und konkret absehbare Ausfallrisiken bei einzelnen Forderungen in der Handelsbilanz berücksichtigt. Dabei wird das spezielle Ausfallrisiko betrachtet. Die Einzelwertberichtigung einer Forderung bezieht sich stets auf … Weiterlesen

Ein endfälliges Darlehen (auch Festdarlehen) ist ein langfristiges Darlehen, das am Ende der Laufzeit, zu einem definierten Zeitpunkt, in einer Summe zurückgezahlt wird. Solange das endfällige Darlehen läuft, bezahlt der Darlehensnehmer nur die Zinsen. Die Tilgung am Ende der Laufzeit … Weiterlesen

Das Erbbaurecht ist das vererbliche oder veräußerliche, zeitlich befristete (i. d. R. 99 Jahre) Recht, auf oder unter fremden Grund und Boden ein Bauwerk zu errichten oder zu besitzen. Als Entgelt für die Überlassung wird ein Erbbauzins vereinbart, der über … Weiterlesen

Wer Erbe ist, wird testamentarisch durch den Erblasser bestimmt. Erwerber einer Erbschaft sind Schuldner der Erbschaftssteuer. Dem Erben gegenüber steht der Pflichtteilsberechtigte, dem aufgrund gesetzlicher Bestimmungen auch ohne testamentarischer Verfügung ein Pflichtteil vom Vermögen des Erblassers zusteht.

Beim Übergang des Nachlasses an mehrere Erben wird der Nachlass zu gemeinschaftlichem Vermögen einer Erbengemeinschaft. Steuerrechtlich wird die Erbengemeinschaft, wenn sie Überschusseinkünfte erzielt (z. B. durch Vermietung von Immobilienbesitz) wie eine Buchteilsgemeinschaft behandelt. Erzielt sie dagegen Gewinneinkünfte (z. B. aus … Weiterlesen

Zum Erhaltungsaufwand gehören die finanziellen Aufwendungen für die laufende Instandhaltung und die Instandsetzung eines Gebäudes. Diese Aufwendungen entstehen durch die gewöhnliche Nutzung des Gebäudes. Dazu gehört auch Aufwendung für die Erneuerung von bereits vorhandenen Gebäudeteilen. Die Aufwendungen für die Erhaltung … Weiterlesen

Dem Gerichtsvollzieher sind bei der Pfändung Grenzen gesetzt. Verboten ist z. B. die Pfändung persönlicher Dinge und wichtiger Arbeitswerkzeuge (§ 811 ZPO). Außerdem darf das Einkommen nur bis zur Pfändungsfreigrenze gepfändet werden (§ 850 ZPO). Hat der Gerichtsvollzieher eine Ausnahme … Weiterlesen

Zur Erschließung zählen alle notwendigen Maßnahmen zur Baureifmachung eines Grundstücks. Dazu gehören Arbeiten und Leistungen der Gemeinden für das Straßenland, den Straßen- und Kanalbau sowie Wasser-, Gas- und Elektrizitätsversorgung. Die anfallenden Kosten (Erschließungskosten) werden in der Regel auf die Grundstückseigentümer … Weiterlesen

Erschließungskosten sind die Kosten für den Anschluss des Grundstücks an Kanalisation, Wasser- und Energieversorgung. Sie enthalten auch anteilige Kosten des Straßenbaus samt Gehweg und Beleuchtung, öffentlicher Grünflächen und der Kinderspielplätze sowie Lärmschutzanlagen. Erschließungskosten sind auch für das Telefon- und Kabelfernsehnetz … Weiterlesen

Der Ertragswert ist die abgezinste oder aufgezinste Summe künftiger Zahlungen (Abzinsung). Die Berechnung erfolgt wie beim Barwert. Der Ertragswert kann auch auf einen in der Zukunft liegenden Zeitpunkt berechnet werden, dann erfolgt eine Aufzinsung der Zahlungen zum Vermögensendwert. Es gibt … Weiterlesen

Die Fälligkeit bezeichnet den Zeitpunkt, von dem ab der Gläubiger seine Forderungen geltend machen kann und der Schuldner sie erfüllen muss. Die Fälligkeit wird meist vertraglich bestimmt, kann sich aber auch aus den Umständen ergeben. Trifft beides nicht zu, kann … Weiterlesen

Ein endfälliges Darlehen (auch Festdarlehen) ist ein langfristiges Darlehen, das am Ende der Laufzeit, zu einem definierten Zeitpunkt, in einer Summe zurückgezahlt wird. Solange das endfällige Darlehen läuft, bezahlt der Darlehensnehmer nur die Zinsen. Die Tilgung am Ende der Laufzeit … Weiterlesen

Ein Festzinsdarlehen ist ein Darlehen, dessen Konditionen die Bank für einen bestimmten Zeitraum garantiert. Im Gegensatz hierzu können sich die Zinsen bei einem variablen Darlehen jederzeit ändern.

Fonds (französisch: „Kapital“, englisch: fund(s), pool, endowment fund) sind die von einer Kapitalanlagegesellschaft (Investmentgesellschaft) verwalteten Sonder- Vermögen, die in Immobilien, Aktien, Rentenpapieren o. ä. angelegt sind. Der Anleger hat über den Kauf von Anteilen an einem Fonds die Möglichkeit, sich … Weiterlesen

Das Fördergebietsgesetz ermöglicht für das Fördergebiet (neue Bundesländer) befristete Sonderabschreibungen für Herstellungskosten und Anschaffungskosten von beweglichen Wirtschaftsgütern des Bertriebs- Vermögens und von unbeweglichen Wirtschaftsgütern des Betriebs- Vermögens und des Privat- Vermögens (z. B. Bauleistungen).

Je nach Bundesland gibt es unterschiedliche öffentliche Fördemittel für verschiedene Vorhaben. Die öffentlichen Fördergelder werden meist als zinsgünstige Darlehen verliehen. Dabei sind Einkommensgrenzen und ein gewisser Eigenanteil zu beachten. Es gibt keinen Rechtsanspruch auf Fördermittel. Für die Bewilligung ist eine … Weiterlesen

Die einzelnen Bundesländer bieten zahlreiche Förderungen an, die den Erwerb oder die Sanierung von selbst genutzten oder vermieteten Wohnraum unterstützen. Zu den geförderten Maßnahmen zählen unter anderem die Sanierung denkmalgeschützter Häuser oder leer stehender Wohngebäude sowie der Einbau energiesparender Anlagen, … Weiterlesen

Unter Forderung wird das Recht des Gläubigers verstanden, gegen den Schuldner aus einem Schuldverhältnis eine bestimmte Leistung zu verlangen. Die Leistung kann in einem Tun oder Unterlassen bestehen (§ 241 BGB) und sich aus einem vertraglichen oder gesetzlichen Schuldverhältnis ergeben. … Weiterlesen

Ein Forward-Darlehen (auch Vorratsdarlehen) ist eine Darlehensart, die man im Voraus (englisch: „forward“) abschließt, aber erst zu einem späteren Zeitpunkt in Anspruch nimmt. Die Konditionen werden im Voraus vereinbart. Sie gelten auch dann, wenn das Zinsniveau bis zur Auszahlung drastisch … Weiterlesen

Fotovoltaik ist die Erzeugung von elektrischem Strom aus Sonnenenergie. In Solarzellen, meist aus Silizium, werden unter Zufuhr von Licht oder Wärme positive und negative Ladungsträger freigesetzt (Fotoeffekt) und so Gleichstrom erzeugt, der direkt Motoren antreiben oder Akkus aufladen kann. Soll … Weiterlesen

Um Kapitalerträge von einer Besteuerung frei zu stellen, muss vom Anleger ein Freistellungsauftrag beim jeweiligen Kreditinstitut eingereicht werden. Freistellungsaufträge können gegenüber mehreren Kreditinstituten erteilt werden, dürfen jedoch in der Summe nicht den Freibetrag übersteigen. Zur Freistellung der Kapitalerträge steht ein … Weiterlesen

Der Freistellungsbescheid ist eine Form des Steuerbescheids mit dem die Finanzbehörden die Freistellung von der Besteuerung bescheinigen. Mit dem Freistellungsbescheid wird der Steuerpflichtige benachrichtigt, dass für einen bestimmten Sachverhalt oder für einen bestimmten Veranlagungszeitraum keine Steuer gefordert wird.

Zum Fremdkapital zählen alle Finanzierungsmittel, die dem Darlehensnehmer von Dritten (Banken, Versicherungen, Arbeitgeber, öffentliche Stellen oder Familie/Freunde) zur Verfügung gestellt werden.

Futures ist die allgemeine Bezeichnung für Terminkontrakte, z. B. auf Aktienindizes (DAX-Index), eine Bundesanleihe (Bund Future) oder Devisen. Neben diesen sogenannten financial futures gibt es auch Kontrakte auf landwirtschaftliche Produkte, Rohstoffe und Edelmetalle. Mit Hilfe von Futures kann man an … Weiterlesen

Auf Antrag werden beide Ehepartner zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. Zwischen der gemeinsamen oder Zusammenveranlagung oder einer anderen Veranlagungsart (getrennte Veranlagung, besondere Veranlagung) kann im Rahmen der Einkommensteuererklärung durch Ankreuzen auf der ersten Seite des Vordrucks oder durch Beifügung einer besonderen … Weiterlesen

Unter Gemeinschuldner wurde bis zur Einführung der Insolvenzordnung (InsO) zum 1. Januar 1999 derjenige verstanden, über dessen Vermögen das Konkursverfahren eröffnet wurde. Ihm war – gleich dem Schuldner in der Insolvenzordnung die Befugnis entzogen, sein zur Konkursmasse gehöriges Vermögen zu … Weiterlesen

Der Gerichtsvollzieher pfändet beim Schuldner, um die Forderung bzw. Teile der Forderung des Gläubigers zu begleichen. Die Aufgabe des Gerichtsvollziehers (veraltet: Sequester, Exekutor) ist es, richterliche Urteile und andere Vollstreckungstitel gegebenenfalls zwangsweise zu vollstrecken. Die konkreten Aufgaben bestehen vornehmlich in … Weiterlesen

Schulden mehrere Personen aus demselben Sachverhalt dem Gläubiger eine Leistung, insbesondere die Zahlung eines Geldbetrages, sind sie Gesamtschuldner. Jeder Einzelne ist verpflichtet, die gesamte geschuldete Leistung zu bewirken. Der Gläubiger hat jedoch die Wahl, die Leistung von jedem der Schuldner … Weiterlesen

Laut gesetzlichem Vorkaufsrecht steht den Gemeinden das Recht zu, in einen vom Grundstückseigentümer mit einem Dritten geschlossenen Kaufvertrag zu den darin ausgehandelten Bedingungen einzutreten.

Die Gewerbesteuer ist neben der Einkommensteuer die zweite Ertragsteuer, die bei Gewerbebetrieben erhoben wird. Das Steueraufkommen aus der Gewerbesteuer steht ausschließlich den Gemeinden zu. Auf den vom Finanzamt ermittelten Gewerbesteuermessbetrag wenden die Gemeinden unterschiedliche Hebesätze an, die ausschlaggebend für die … Weiterlesen

Zu den Gewinneinkunftsarten gehören: Einkünfte aus Gewerbebetrieb Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft Einkünfte aus selbstständiger Arbeit. Einkünfte aus Gewerbebetrieb unterliegen der Einkommensteuer und der Gewerbesteuer. Zu den Einkünften aus Gewerbebetrieb gehören: Einkünfte aus gewerblichen Unternehmen Gewinnanteile der Gesellschafter von Personengesellschaften … Weiterlesen

Ein Gläubiger ist die Person, die aufgrund eines Schuldverhältnisses (§ 241 BGB) von seinem Schuldner eine Leistung fordern darf.

Ebenso wie der Schuldner in àerzug kommen kann, gilt dies auch für den Gläubiger. Nimmt er die ordnungsgemäße Leistung des Schuldners nicht an, so kommt er gemäß § 293 BGB in Annahmeverzug (Gläubigerverzug).

Das Grundbuch ist ein beim Amtsgericht geführtes Register, das die Rechtsverhältnisse eines Grundstücks darlegt. Es gibt Auskunft über die Größe und Nutzungsart des Grundstücks, über Rechte an anderen Grundstücken, über die Eigentumsverhältnisse sowie Lasten und Beschränkungen, die auf dem Grundstück … Weiterlesen

Das Grundbuchamt ist die Abteilung des Amtsgerichtes, die für die Rechtsvorgänge mit Grundstücken zuständig ist.

Ein Grundbuchauszug ist die vollständige Abschrift (Kopie) aller zu einem Grundstück bestehenden Grundbucheintragungen, die jedermann mit berechtigtem Interesse verlangen kann. Die rangrichtige Eintragung einer Grundschuld ist dem Darlehensgeber durch einen beglaubigten Grundbuchauszug nachzuweisen.

Die Grunderwerbsteuer ist eine Steuer, die der Käufer für den Erwerb eines Grundstücks an das Finanzamt zahlen muss. Die Höhe der Grunderwerbsteuer wird von den Bundesländern festgelegt. Das Steueraufkommen aus der Grunderwerbsteuer steht den Ländern zur Verfügung. Die Grunderwerbsteuer bemisst … Weiterlesen

Ein Grundpfandrecht ist ein dingliches Sicherungsrecht eines Dritten an einem Grundstück (z. B. Hypothek, Grundschuld). Diese werden meist als Sicherheit für ein Darlehen eingeräumt. In der Praxis wird meist eine Grundschuld oder eine Hypothek im Grundbuch eingetragen.

Eine Grundschuld ist eine Form eines dingliches Rechts eines Dritten an einem Grundstück (Grundpfandrecht), welches zu Gunsten des Gläubigers in das Grundbuch eingetragen wird. Die Grundschuld ist nicht an eine persönliche Forderung gebunden, stellt aber eine unbedingte Zahlungsverpflichtung aus dem … Weiterlesen

Eine Grundschuldbestellung ist die notarielle Urkunde der erklärten Zustimmung eines Grundstückeigentümers zur Belastung seines Grundstücks mit einer Grundschuld, verbunden mit dem Antrag, diese in das Grundbuch einzutragen.

Grundschuldzinsen sind Zinsen, die im Grundbuch bei der Grundschuld mit eingetragen werden. Die Höhe des Grundschuldzinses ist unabhängig von der Darlehensforderung und ist daher abweichend von den Kreditverträgen. Um Zinsschwankungen auszugleichen und im Falle der Zahlungsunfähigkeit der Darlehensnehmer alle Kosten … Weiterlesen

Die Grundsteuer ist eine Steuer auf Grund Vermögen, die aufgrund des Einheitswertes festgesetzt und von der Gemeinde erhoben wird. Sie wird bundesweit nach einheitlichen Grundsätzen berechnet, aber je nach Gemeinde in unterschiedlicher Höhe erhoben. Die Höhe ist im Wesentlichen abhängig … Weiterlesen

Ein Haftbefehl wird im Zusammenhang mit der Mobiliarvollstreckung auf Antrag vom zuständigen Vollstreckungsrichter erlassen, sofern der Schuldner die Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung verweigert oder zu dem anberaumten Termin nicht erscheint.

Eine Handlungsvollmacht ist eine besondere Art der Vollmacht. Sie kann durch jeden Kaufmann, für ihn auch durch einen Prokuristen (Prokura), erteilt werden. Die Erteilung der Handlungsvollmacht kann stillschweigend (Duldungsvollmacht) geschehen. Sie kann auch als Scheinvollmacht fingiert werden. Die Handlungsvollmacht wird … Weiterlesen

HBCI ist der neue Standard für zukunfstweisendes Homebanking. Diese neue Schnittstelle soll Homebanking komfortabler, leistungsfähiger und sicherer machen. Der zentrale Kreditausschuss (ZKA), in dem alle deutsche Kreditinstitute über ihre Spitzenverbände vertreten sind, unterzeichnete am 01.10.1997 das HBCI-Abkommen. HBCI ist eine … Weiterlesen

Herstellungskosten sind alle Kosten, die beim (Neu-)Bau eines Gebäudes anfallen und daher durch Eigen- oder Fremdmittel finanziert werden müssen. Beim Erwerb von fertigen Gebäuden spricht man von Erwerbs- oder Anschaffungskosten statt von Herstellungskosten. Herstellungskosten sind: Grundstückskosten einschließlich Erschließungskosten Kosten der … Weiterlesen

Die Hypothek ist eine Pfandverschreibung auf immobile Güter zur Sicherung des Gläubigers (§§ 1113-1190 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)). Eine erste Hypothek bedeutet eine an erster Stelle im Grundbuch und damit eine an sicherster Stelle eingetragene (verbriefte) Forderung. Als Deckungsdarlehen für Pfandbriefe … Weiterlesen

Als Hypothekendarlehen werden Darlehen bezeichnet, die durch Grundbucheinträge gesichert sind. Aufgrund der hohen Sicherheit durch die Verpfändung der Immobilie sind Hypothekendarlehen eine der günstigsten Formen der Darlehensaufnahme.

Wird eine Hypothek bestellt, fertigt das Grundbuchamt, falls dies nicht ausgeschlossen wird, einen Hypothekenbrief aus. Dies gilt auch für die Grundschuld. In dem Fall erwirbt der Gläubiger die Hypothek erst mit Übergabe des Briefes durch den Eigentümer oder, wie dies … Weiterlesen

Als Immobilie bezeichnet man ein unbebautes oder bebautes Grundstück, bei bebauten Grundstücken einschließlich der darauf errichteten Gebäude.

Immobilienfonds investieren zu einem großen Teil in gewerbliche Immobilien und erzielen ihre Erträge vorrangig aus Mieteinnahmen sowie Veräußerungsgewinnen (Verkauf von Immobilienbesitz). Einnahmen eines Immobilienfonds die aus Zinsen, Dividenden und Mieteinnahmen stammen, sind steuerpflichtig. Diese Erträge unterliegen der Kapitalertragsteuer und werden … Weiterlesen

Inkasso ist der Einzug fälliger Forderungen. Das reine Inkasso ist durch Gesetz- und Rechtsverordnung den Banken und Rechtsanwälten vorbehalten, wobei dennoch zahlreiche private Inkassounternehmen auf mehr oder weniger legale Weise versuchen, gegenüber säumigen Schuldnern Druck auszuüben, um die Begleichung von … Weiterlesen

Ein Inkassobüro betreibt, wer sich gewerbsmäßig mit der Einziehung fremder oder zur Einziehung abgetretener Forderungen befasst (Inkassozession). Die Aufnahme des Betriebs ist nach § 14 GewO anzeigepflichtig, unterliegt aber außerdem als geschäftsmäßige Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten (Rechtsberatung) einer besonderen Erlaubnispflicht nach … Weiterlesen

Insolvenz ist die bei Vorliegen von Illiquidität (Zahlungsunfähigkeit) sowie Überschuldung einer Unternehmung einsetzende Folge gem. der Konkursordnung in Form eines Konkurses oder des Gesamtvollstreckungsverfahrens. Ab 1. 1. 1999 existiert ein neues Insolvenzrecht. Insolvenzgründe sind häufig Managementfehler, d. h. fehlende oder … Weiterlesen

Die Insolvenzmasse (unter Geltung der Konkursordnung bis 31.12.1998 Konkursmasse genannt) ist das gesamte Vermögen, das dem Schuldner zur Zeit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens gehört. Zur Insolvenzmasse zählt des Weiteren auch das Vermögen, das der Schuldner während des Verfahrens erwirbt. Sie … Weiterlesen

Durch das Insolvenzplanverfahren (Begriff aus dem Insolvenzrecht bzw. der Insolvenzordnung) soll die Fortführung eines Unternehmens gesichert werden. Im Gegensatz dazu steht das Regelinsolvenzverfahren, das in der Regel mit der Auflösung des Unternehmens und der Verwertung der Vermögensgegenstände endet.

Nach der Insolvenzordnung muss der Insolvenzverwalter jede von den Gläubigern angemeldete Forderung in eine Tabelle eintragen. Diese u. a. den Grund und den Betrag der Forderung enthalten. Die Tabelle kann vom Schuldner, den Mitgliedern des Gläubigerausschusses und von den Insolvenzgläubigern … Weiterlesen

Ist ein Schuldner dauerhaft nicht mehr in der Lage, seine Verbindlichkeiten zu begleichen, und daher Zahlungsunfähig, sind seine Gläubiger oder er befugt, einen Antrag auf Durchführung eines Gesamtvollstreckungsverfahrens über sein Vermögen zu stellen. Wird der Antrag abgelehnt, kann hiergegen Beschwerde … Weiterlesen

Instandhaltungskosten sind Kosten, die bei der Behebung von Schäden an einem Gebäude und dessen Einrichtungen entstehen. Zur Instandsetzung gehören auch die Ersatzbeschaffung notwendiger Teile in einwandfreiem Zustand, in wirtschaftlich vertretbarem Umfang sowie auch alle öffentlich rechtlich vorgeschriebenen baulichen Veränderungen.

Wohneigentümergemeinschaften sind verpflichtet, laufende Beiträge zur Instandhaltungsrücklage zu zahlen. Die Höhe der Zahlungen ist durch Mehrheitsbeschluss der Eigentümerversammlung festzulegen. Wird eine Eigentumswohnung verkauft, geht die Instandhaltungsrücklage im Normalfall auf den Erwerber über. Die nach dem Wohneigentumsgesetz an den Verwalter gezahlten … Weiterlesen

Zu den juristischen Personen gehören Unternehmen, die eine eigene Rechts- und Geschäftsfähigkeit besitzen. Dies ist insbesondere bei Kapitalgesellschaften der Fall. So ist zum Beispiel eine GmbH Träger steuerrechtlicher Rechte und Pflichten. Juristische Personen unterliegen mit ihren Einkünften grundsätzlich der Körperschaftsteuer. … Weiterlesen

Mit einer Kapitallebensversicherung wird das Risiko eines Todesfalls abgedeckt. Zusätzlich erfolgt eine Vermögensbildung. Hat die Kapitallebensversicherung eine Laufzeit von mindestens 12 Jahren, dann sind die Erträge, die aus dem eingezahlten Kapital resultieren, steuerfrei. Die Steuerfreiheit greift jedoch nur, wenn die … Weiterlesen

Auf diesen Vertragstyp trifft man im alltäglichen Leben am häufigsten. Hierbei schließen Verkäufer und Käufer einen gegenseitigen, synallagmatischen Vertrag über einen Gegenstand, in welchem sich der Verkäufer gemäß § 433 Absatz 1 BGB zur Übertragung und Eigentumsverschaffung der Sache verpflichtet … Weiterlesen

KfW

Abkürzung für “Kreditanstalt für Wiederaufbau”. Diese Bank des Bundes wickelt im Auftrag des Bundes u. a. zinsgünstige und vom Bund subventionierte Darlehen ab.

Alternativ zum Kindergeld kann der Kinderfreibetrag nach §32 EStG in Anspruch genommen werden. Auf die Zahlung des Kindergeldes zu verzichten und hierfür den Kinderfreibetrag zu nutzen, lohnt sich insbesondere für Eltern mit einem verhältnismäßig hohem Einkommen. Ab 2010 beträgt der … Weiterlesen

Die gesetzliche Grundlage für das Kindergeld ist das Bundeskindergeldgesetz (BKGG). Ab 2010 beträgt die Höhe des monatlichen Kindergeldes für das erste und zweite Kind jeweils 184 Euro. Für das dritte Kind werden 190 Euro und für alle weiteren Kinder 215 … Weiterlesen

Die Kinderzulage fördert Familien mit Kindern beim Eigenheimerwerb. Beim Eigenheimrentengesetz („Wohn-Riester“) gibt es neben der Grundzulage auch eine Kinderzulage. Seit dem Jahr 2008 beträgt Kinderzulage 185 Euro für Kinder, die bis 2007 geboren wurden, bzw. 300 Euro für Kinder, die … Weiterlesen

Die Kirchensteuer wird auf Grundlage der Kirchensteuergesetze erhoben, die von den einzelnen Bundesländern erlassen werden. Der Besteuerung unterliegen Mitglieder (natürliche Personen) von steuerberechtigten Religionsgemeinschaften. Hierbei muss die Religionsgemeinschaft als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt sein. Bemessungsgrundlage für die Kirchensteuer ist … Weiterlesen

Die Klage ist im Zivilprozess die Verfahrenseinleitung, also der Antrag auf gerichtliche Entscheidung, durch den Kläger gegen den Beklagten. Auch in den Verfahren vor den Verwaltungs-, Sozial-, Arbeits- und Finanzgerichten bezeichnet man den das Verfahren einleitenden Antrag auf gerichtliche Entscheidung … Weiterlesen

Kläger/in nennt man im Zivilprozess die Person, die gegen den Beklagten das Verfahren durch àKlage einleitet. Auch in den Verfahren vor den Verwaltungs-, Sozial-, Arbeits- und Finanzgerichten bezeichnet man die Parteien als Kläger und Beklagter. Im Strafverfahren wird stattdessen die … Weiterlesen

Kompetenz (lat. competere – zusammentreffen) bezeichnet die Fähigkeit (psychologisch) oder die Zuständigkeit (juristisch) eines Menschen, bestimmte Aufgaben selbstständig durchzuführen. Im juristischen Kontext sowie in der politischen Theorie bezeichnet Kompetenz die „formale Zuständigkeit“. Diese kann sich nicht nur auf Personen, sondern … Weiterlesen

Als Konditionen bezeichnet man jene Bedingungen, zu denen ein Darlehensgeber bereit ist, ein Darlehen zu Verfügung zu stellen. Hierzu zählen: Nominalzinssatz, Dauer der Zinsfestschreibung, Auszahlungskurs, Tilgungssatz sowie der Beginn der Tilgung, Bearbeitungskosten und Bereitstellungszinsen. Die im Individualfall günstigste Finanzierung lässt … Weiterlesen

Bei einem Ratenkredit (oder Konsumentenkredit) erhält der Darlehensnehmer vom Darlehensgeber einen Geldbetrag einmalig ausgezahlt. Die Rückzahlung des Darlehensbetrags erfolgt dann in gleichmäßigen monatlichen Raten zu festgesetzten regelmäßigen Terminen. Ratenkredite sind eine häufig im Versandhandel gewählte Zahlungsform, bei dem das Handelsunternehmen … Weiterlesen

Kreditor ist im Gegensatz zum Debitor (dem Schuldner) eines Kredites die Bezeichnung für den Gläubiger .

Die Laufzeit eines Darlehens umfasst den Zeitraum von der Auszahlung des Darlehens bis zu seiner vollständigen Rückzahlung. Die Laufzeit ist einerseits abhängig vom Tilgungssatz und andererseits vom Nominalzinssatz. Nicht mit der Laufzeit zu verwechseln ist die Dauer der Zinsbindung (Zinsbindungszeit … Weiterlesen

Leasing ist eine Sonderform der entgeltlichen Überlassung von Wirtschaftsgütern durch den Leasinggeber an den Leasingnehmer. Für die steuerliche Beurteilung von Leasing ist entscheidend, wem die Wirtschaftsgüter zugerechnet werden müssen, dem Leasingnehmer oder dem Leasinggeber. Hierfür ist die vertragliche Ausgestaltung des … Weiterlesen

Mit einer Kapitallebensversicherung wird das Risiko eines Todesfalls abgedeckt. Zusätzlich erfolgt eine Vermögensbildung. Hat die Kapitallebensversicherung eine Laufzeit von mindestens 12 Jahren, dann sind die Erträge, die aus dem eingezahlten Kapital resultieren, steuerfrei. Die Steuerfreiheit greift jedoch nur, wenn die … Weiterlesen

Für bestimmte Bereiche ordnet das Gesetz ausdrücklich an, das auch ohne Vereinbarung ein bestimmtes Recht auf den Erwerber übergeht. Dann erwirbt der Erwerber nicht nur das „eigentliche“ Recht, sondern auch noch eine damit verbundene Sicherheit. Besteht beispielsweise eine Forderung und … Weiterlesen

Leibrenten sind gleichbleibende Bezüge, die auf Lebzeit einer bezugsberechtigten Person ausgezahlt werden. Eine private Leibrente ist zum Beispiel die gesetzliche Altersrente. Rechtslage bis 31.12.2004: Steuerpflichtig ist die Leibrente mit ihrem Ertragsanteil. Hierbei ist zwischen normalen Leibrenten und abgekürzten Leibrenten zu … Weiterlesen

Die Lohnforderung eines Arbeitnehmers kann im Wege der Zwangsvollstreckung gepfändet werden. Dafür müssen die allgemeinen Vollstreckungsvoraussetzungen (Titel, Klausel, Zustellung) vorliegen. Dem Arbeitgeber wird untersagt, an den Arbeitnehmer weiterhin den Lohn auszuzahlen. Der Arbeitnehmer darf über die Forderung nach Pfändung nicht … Weiterlesen

Ein Lombardkredit ist ein Kredit, der durch ein Pfand (z. B. Wertpapiere oder Wechsel) abgesichert ist. Analog dem Diskontkredit, der refinanzierbar ist, lässt sich ein Lombardkredit zum Lombardsatz bei der Zentralbank refinanzieren.

Der Mahnbescheid ist eine gerichtliche Zahlungsaufforderung, die durch ein Mahngericht erlassen wird. Der Schuldner wird aufgefordert, innerhalb von zwei Wochen seit Zustellung des Mahnbescheides die Forderung zu begleichen. Erfolgen keine Zahlung und kein Widerspruch durch den Schuldner kann ein Vollstreckungsbescheid … Weiterlesen

Die Mahnung ist die bestimmte und eindeutige Aufforderung des Gläubigers an den Schuldner, die geschuldete Leistung zu erbringen. Die Mahnung ist (neben Bestehen eines fälligen Anspruchs und Nichtleistung durch den Schuldner) Voraussetzung für den Verzug des Schuldners (§ 286 BGB). … Weiterlesen

Das Mahnverfahren dient in Deutschland der vereinfachten Durchsetzung von Geldforderungen und ist in den §§ 688 ff ZPO geregelt. Es soll für nicht bestrittene Ansprüche auf eine Geldsumme rasch ohne mündliche Verhandlung zu einem àVollstreckungstitel führen. Ausschließlich zuständig ist das … Weiterlesen

Eine Maklerprovision ist die Provision für die Vermittlung von Immobilien durch einen Makler. Die Höhe der Provision wird frei vereinbart und liegt i. d. R. zwischen 3% und 6% zuzüglich MwSt.

Mehrdeutige Buchungen sind in ALF-BAS Kontenabstimmung offene Posten, die nicht eindeutig zuzuordnen sind. Dies trifft dann zu, wenn z. B. im Kontenbereich 1.000 EUR im Soll und im Gegenkontenbereich zweimal 1.000 EUR im Haben erfasst wurden. ALF-BAS kann den Betrag … Weiterlesen

Der Mietkaufvertrag ist eine Mischung aus Mietvertrag und Kaufvertrag über eine Immobilie, wobei dem Mieter das Recht (die Option) eingeräumt wird, die Immobilie nach einiger Zeit zu einem festgelegten Preis zu erwerben.

Die Mobiliarvollstreckung ist eine Zwangsvollstreckungsmaßnahme in Mobilien.

Als Nachfinanzierung wird ein über die ursprünglich abgeschlossene Summe hinausgehender Finanzierungsbedarf bezeichnet. Eine Nachfinanzierung kann notwendig werden, wenn die für das Bauvorhaben geplanten Kosten während der Bauphase überschritten werden und deswegen zusätzliche Gelder aufgenommen werden müssen.

Als Nachrangfinanzierung bezeichnet man ein Darlehen, das im Rang nach bereits bestehenden Grundbucheinträgen abgesichert wird. Es hat sich eingebürgert, dann von Nachrangfinanzierungen zu sprechen, wenn die Finanzierung über den erststelligen Beleihungsraum, der bis zu 80% des Beleihungswerts reicht, hinausgeht. Wegen … Weiterlesen

Im Gegensatz zu Juristischen Personen sind Natürliche Personen Menschen, die Träger von Rechten und Pflichten sein können, also eine Rechtsfähigkeit besitzen. Nach § 1 BGB ist ein Mensch mit Vollendung der Geburt rechtsfähig. Geschlecht, Nationalität, Religion und auch Missbildungen sind … Weiterlesen

Beim Kauf einer Immobilie entstehen z. B. folgende Nebenkosten: Grunderwerbsteuer (3,5%) Notar- und Grundbuchgebühren (1,5%) ggf. Maklerprovision (ab 3,48%) Bereitstellungszinsen Schätzgebühren Laufende Nebenkosten nach Immobilienerwerb fallen in Form von Betriebs- bzw. Bewirtschaftungskosten an (z. B. Straßenreinigung, Müllgebühren). Sie sind bei … Weiterlesen

Bei der Berechnung des (Netto-)Barwerts werden alle Zahlungen im Zusammenhang mit einer Finanzierung, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten erfolgen, auf den Zeitpunkt zu Beginn der Finanzierung abgezinst. Der (Netto-)Barwert stellt den Geldbetrag dar, den der Kunde theoretisch am Anfang zur Verfügung … Weiterlesen

Die gleichen rechtlichen Grundlagen wie beim Vorfälligkeitsentgelt gelten auch für die Nichtabnahmeentschädigung. Der Unterschied: Bei einer Nichtabnahmeentschädigung verweigert der Darlehensnehmer die Abnahme des vertraglich vereinbarten Darlehens. Die Darlehenssumme kommt nicht zur Auszahlung, aber der Darlehensgeber hat dennoch Anspruch auf den … Weiterlesen

Unter Nießbrauch versteht man die Belastung einer Immobilie in Abt. II des Grundbuchs zu Gunsten einer bestimmten Person, welche diese berechtigt, aus der Immobilie entsprechende Nutzungen zu erhalten. Dieses Recht macht normalerweise eine Immobilie unverwertbar, da es den Käufer von … Weiterlesen

Der Sollzins ist der auf den Nominalbetrag eines Darlehens bezogene Prozentsatz, mit dem ein Darlehen verzinst wird. Der Sollzins ist der an den Darlehensgeber zu zahlende Zins. Er wird bei Annuitätendarlehen meist pro Jahr (per anno) angegeben. Dagegen steht der … Weiterlesen

Als Rechtspflegeorgan ist der Notar unabhängiger Träger eines öffentlichen Amtes. Seine Aufgaben liegen auf dem Gebiet der vorsorgenden Rechtspflege (§ 1 der Bundesnotarordnung – BNotO). Er ist vor allem zuständig für Beurkundungen (Formerfordernisse). Notare werden von der Landesjustizverwaltung bestellt, und … Weiterlesen

Ein Notaranderkonto ist ein auf den Namen eines Notars eingerichtetes Bankkonto zur vorübergehenden treuhänderischen Verwahrung von Fremdgeldern. Wenn gewünscht, wird die Kaufabwicklung über ein Notaranderkonto des Notars abgewickelt. Bei einem Grundstückskauf überweist der Notar z. B. erst nach korrekter Eintragung … Weiterlesen

Die Kosten für die Leistungen des Notars und für das Grundbuchamt (Gerichtskosten) betragen normalerweise etwa 1,5% des Grundstückspreises. Darin sind alle Notargebühren sowie die bei den Ämtern anfallenden Kosten enthalten. Beispielrechnung: Bei einem Kaufpreis von 100.000,00 Euro und der Kaufabwicklung … Weiterlesen

Eine notarielle Beurkundung ist für bestimmte Rechtsgeschäfte, insbesondere bei Kauf und Übereignung von Grundstücken (§§ 313 I, 873 II, 925 I 2 BGB) oder bei Schenkungen die vorgesehene Formvorschrift. Der Notar bestätigt im Gegensatz zur bloßen Beglaubigung nicht nur die … Weiterlesen

Als offene Posten werden in ALF-BAS Kontenabstimmung alle erfassten Buchungen (auch Bewegungen, Umsätze) bezeichnet, die noch nicht abgeglichen wurden. Sie werden in Soll- und Haben-Posten unterschieden. Die Summe aller offenen Posten zuzüglich des Abgleichsaldos ergibt den Gesamtsaldo.

Eine Option ist ein geltend zu machendes Recht, ein bestimmtes, vertragsmäßig vereinbartes Angebot (innerhalb einer bestimmten Frist) anzunehmen oder abzulehnen. Eine Option ist also ein Kontrakt, der dem Käufer das Recht und dem Verkäufer (Stillhalter) die Verpflichtung gibt, bis zum … Weiterlesen

Ein Organigramm ist ein grafisches Hilfsmittel zur Darstellung einer Aufbauorganisation. In übersichtlicher Form werden die hierarchischen und funktionellen Strukturen eines Unternehmens dargestellt.

Durch den Pachtvertrag wird der Verpächter verpflichtet, dem Pächter gegen Zahlung des Pachtzinses den Gebrauch des gepachteten Gegenstandes und darüber hinaus – sonst nur Miete – den Genuss der bei ordnungsmäßiger Wirtschaft anfallenden Früchte während der Pachtzeit zu gewähren (§ … Weiterlesen

Ein Passivhaus ist ein Haus mit einem Heizwärmebedarf von maximal 15 KWh pro Quadratmeter Wohnfläche jährlich. Dabei entsprechen der Wärmemenge von 10 KWh:1 Liter Heizöl, 1 m³ Erdgas oder 2 kg Holzpellets. Im Passivhaus werden also im Jahr nur noch … Weiterlesen

Die Pauschalwertberichtigung auf Forderungen ist eine Abschreibung zur Erfassung des allgemeinen Kreditrisikos, welches sich nicht unmittelbar aus den Gegebenheiten einer àForderung ableitet. Zum allgemeinen Kreditrisiko zählen Konjunkturrisiken, politische Risiken (Enteignungs-, Transfer- oder Abwertungsrisiken) sowie das Risiko, dass ein Schuldner von … Weiterlesen

Pfandbriefe sind festverzinsliche Schuldverschreibungen, die von öffentlich-rechtlichen Hypothekenbanken oder Schiffspfandbriefbanken ausgegeben werden. Zinserträge unterliegen der Kapitalertragsteuer, wenn kein Freistellungsauftrag vorliegt.

Eine Pfändung ist die staatliche Beschlagnahme von Sachen (Mobiliar- und Immobiliar) oder Rechten (Forderungen) bei Leistungsunfähigkeit des Schuldners. Die Pfändung darf nicht weiter ausgedehnt werden, als es zur Deckung der beizutreibenden Geldbeträge und der Kosten der Vollstreckung erforderlich ist. Die … Weiterlesen

Ein Pfändungs- und Überweisungsbeschluss ist die vollstreckungsgerichtliche Verfügung, die dem Schuldner seine Forderungen an einen Dritten solange pfändet, bis der Gläubigeranspruch gedeckt ist.

Der Pfändungsfreibetrag ist der in § 850c ZPO verankerte unpfändbare Anteil des Arbeitseinkommens. Das ist der Betrag, der dem Schuldner nach ausgebrachter Pfändung verbleiben darf.

Die Pfändungsgebühr sind die Kosten, die im Rahmen der Vollstreckung dem Schuldner in Rechnung gestellt werden. Sie sind in Gebühren und Auslagen untergliedert. Im Vollstreckungsverfahren werden Pfändungsgebühren, Wegnahmegebühren und Verwertungsgebühren erhoben. Die Höhe der Gebühr richtet sich nach der Höhe … Weiterlesen

Ein Pfändungspfandrecht steht dem Gläubiger eine Geldforderung zu, die der Schuldner nicht zahlt, erhält der Gläubiger ein Pfändungspfandrecht (§ 804 ZPO). Dafür muss der àGläubiger beim Amtsgericht einen Pfändungsbeschluss bewirken. Danach erhält er einen Vollstreckungstitel. Diesen übergibt er dem Gerichtsvollzieher, … Weiterlesen

Unter einer Primanota (-nummer) versteht man die Zusammenfassung mehrerer Posten eines bestimmten Vorgangs zum selben Zeitraum. Beispiels¬weise bekommen alle Überweisungsbelege, die in einem gewählten Zeitraum an¬fallen, dieselbe Primanota. Mit Hilfe dieser Primanota gekoppelt mit Betrag und Buchungstag ist es dann … Weiterlesen

Prokura ist eine handelsrechtliche Art der Vollmacht. Die Prokura kann nur von einem Kaufmann (§ 4 HGB) oder seinem gesetzlichen Vertreter durch eine ausdrückliche Erklärung erteilt werden (§ 48 I HGB). Die Erteilung der Prokura ist zur Eintragung in das … Weiterlesen

Prolongation bedeutet “Verlängerung”. So werden z. B. auslaufende Darlehensverträge prolongiert. Bei der Verlängerung eines aus der Zinsbindung kommenden Darlehens werden im Gegensatz zur Umschuldung lediglich die Zinsen neu angepasst. Ein Wechsel des Darlehensgebers findet nicht statt. Häufigster Fall: Vor Ablauf … Weiterlesen

Die Prozessvollmacht ist die dem Prozessbevollmächtigten (meist dem Rechtsanwalt) erteilte Vertretungsmacht für einen Prozess. Die Prozessvollmacht muss in schriftlicher Form vorliegen.

Eine Quittung ist ein schriftliches Empfangsbekenntnis des Gläubigers, die Leistung des Schuldners als Erfüllung erhalten zu haben. Auf die Quittung hat der Schuldner einen Rechtsanspruch (§ 368 BGB). Der Schuldner hat regelmäßig die Kosten der Quittung zu tragen (§ 369 … Weiterlesen

Eine Rangbescheinigung (auch Notarbestätigung oder Notarrangbestätigung) ist die schriftliche Bestätigung des Notars gegenüber der Bank, das der rangrichtigen Eintragung der Grundschuld keine sonstigen Anträge beim zuständigen Grundbuchamt entgegenstehen (Rangattest).

Durch notariell beglaubigte Erklärung kann ein im Grundbuch eingetragener Gläubiger seine bisherige Rangstelle zu Gunsten eines anderen, bisher nachrangigen Gläubigers verändern.

Die Rangstelle gibt bei mehreren im Grundbuch eingetragenen Belastungen Aufschluss über die Reihenfolge, in der die Gläubiger im Fall der Zwangsvollstreckung aus dem Erlös befriedigt werden.

Bei einem Ratenkredit (oder Konsumentenkredit) erhält der Darlehensnehmer vom Darlehensgeber einen Geldbetrag einmalig ausgezahlt. Die Rückzahlung des Darlehensbetrags erfolgt dann in gleichmäßigen monatlichen Raten zu festgesetzten regelmäßigen Terminen. Ratenkredite sind eine häufig im Versandhandel gewählte Zahlungsform, bei dem das Handelsunternehmen … Weiterlesen

Ein Realkredit ist ein Darlehen, das durch Eintragung eines Grundbucheintrages im Rahmen der Beleihungsgrenzen gesichert ist. Ein Realkredit ist also ein Kredit, der durch reale, d. h. dingliche Kreditsicherheiten, insbesondere Vermögenswerte wie Grundstücke abgesichert ist. Derartige Kredite werden von sogenannten … Weiterlesen

Eine Refinanzierung ist die Mittelbeschaffung eines Kreditinstitutes, um Darlehen ausleihen zu können. Bei Hypothekenbanken geschieht dies über Ausgabe von Pfandbriefen. Die Bank gibt Pfandbriefe an Geldanleger aus und reicht dann das angelegte Geld an Darlehensnehmer weiter.

Das Regelinsolvenzverfahren (Begriff aus der Insolvenzordnung) endet in der Regel mit der Befriedigung der Gläubiger durch die Verwertung des Vermögens des Schuldners, z. B. mit der Auflösung des Unternehmens. Im Gegensatz dazu steht das Insolvenzplanverfahren, das die Fortführung des Unternehmens … Weiterlesen

Der Begriff Rendite (engl. return, rate of return oder Return on Investment) ist ein Fachbegriff der Finanzmärkte. Die Rendite gibt das Verhältnis des Gewinns zu den Ausgaben an und wird meist in Prozent und auf Jahresbasis gemessen. Die bekannteste Renditekennzahl … Weiterlesen

Die Restschuld ist der zu einem bestimmten Zeitpunkt noch nicht getilgte (zurückgezahlte) Teil eines Darlehens. Die Höhe der jeweiligen Restschuld kann anhand des Tilgungsplanes festgestellt werden.

Die Restschuldversicherung sichert Kredite einer Baufinanzierung ab. Die Restschuldversicherung ist eine Risikolebensversicherung, deren Versicherungssumme und Beiträge entsprechend der Tilgung abnehmen. Aus diesem Grund ist die Restschuldversicherung günstiger als eine reguläre -Risikolebensversicherung mit fester Versicherungssumme.

Das Eigenheimnrentengesetz, auch „Wohn-Riester“, trat rückwirkend zum 01.01.2008 in Kraft. Mit dem Eigenheimrentengesetz soll der Bau oder Kauf einer selbstgenutzten Immobilie gefördert werden, wenn diese Wohnung nach dem 31.12.2007 hergestellt oder angeschafft wurde. Gefördert werden eine selbstgenutzte Wohnung in einem … Weiterlesen

Eine Risikolebensversicherung ist eine reine Todesfallrisikoversicherung, die oft als Zusatzsicherheit für Immobiliendarlehen abgeschlossen wird. Sie sichert das biologische Risiko des unerwarteten Ablebens des Darlehensnehmers ab. Damit ist sie eine sinnvolle Ergänzung bei der Übernahme größerer Verpflichtungen aus einer Immobilienfinanzierung.

Widerruft ein Darlehensnehmer ein vertraglich vereinbartes Verbraucherdarlehen, wird das Darlehen rückabgewickelt. Dafür werden alle empfangenen Leistungen und Zinsen des Darlehensnehmers und des Darlehensgebers zunächst getrennt betrachtet. Die Leistungen, die der Darlehensnehmer bis zum Datum des Widerrufs erhalten hat, werden mit … Weiterlesen

Ein Saldo ist der Unterschiedsbetrag, der sich durch die Aufrechnung von Soll- und Haben-seite eines Kontos ergibt. In ALF-BAS Kontenabstimmung wird z. B. zwischen Abgleichsaldo, aktuellem Saldo und Gesamtsaldo unterschieden. Der Abgleichsaldo ist der Saldo eines Kontos ohne die offenen … Weiterlesen

Aufgrund gesetzlicher Vorschriften benötigt die finanzierende Bank in der Regel zur Ermittlung des Beleihungswertes eines Objekts die Schätzung (auch: Taxe, Wertgutachten) eines Sachverständigen. Dabei werden z. B. die Lage des Grundstücks, der Zustand des darauf errichteten Gebäudes und der erzielte … Weiterlesen

Schufa ist die Abkürzung für „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“. Die Schufa ist eine Gemeinschaftseinrichtung der deutschen Kreditinstitute und anderer kreditgebender Wirtschaftsunternehmen, um einerseits Mitgliedsinstitute vor Verlusten im Kreditgeschäft und andererseits Kreditnehmer vor übermäßiger Verschuldung zu bewahren. Die Schufa erhält zu … Weiterlesen

Ein Schuldanerkenntnis ist die Erklärung, eine rechtliche Schuld (auch eine finanzielle) als begründet anzuerkennen.

Als Schuldner bezeichnet man gemäß § 241 BGB die Person, die aufgrund eines Schuldverhältnisses gegenüber dem Gläubiger zu einer Leistung verpflichtet ist. Der Begriff Schuldner wird auch als Parteibezeichnung in der Zwangsvollstreckung für denjenigen verwendet, gegen den der vollstreckbare Anspruch … Weiterlesen

Eine Schuldübernahme (Schuldnertausch) ist ein mit dem Einverständnis aller Vertragsparteien vorgenommener Austritt des bisherigen und gleichzeitigen Eintritt eines neuen Darlehensnehmers in den bestehenden Darlehensvertrag. Es werden alle Rechten und Pflichten vom neuen Darlehensnehmer übernommen. Eine Schuldübernahme muss durch notariellen Vertrag … Weiterlesen

Das beim Vollstreckungsgericht geführte Schuldnerverzeichnis umfasst die Personen, die eine eidesstattliche Versicherung nach § 807 ZPO oder § 284 AO abgegeben haben. Außerdem sind in das Schuldnerverzeichnis die Personen aufzunehmen, gegen die nach § 901 ZPO Haft angeordnet wurde, weil … Weiterlesen

Der Schuldner ist mit seiner Leistung (z. B. Kaufpreiszahlung) gemäß § 286 BGB dann im Verzug, wenn er trotz Fälligkeit und Mahnung schuldhaft nicht leistet (nicht zahlt). Der Gläubiger kann von dem Schuldner den Schaden ersetzt verlangen, der durch den … Weiterlesen

Anders als das Sachenrecht ordnet das Schuldrecht die rechtlichen Beziehungen zwischen verschiedenen Personen. Es dient – mit den Besonderheiten des Handelsrechts – der Regelung des Rechts-, insbesondere des Handelsverkehrs. Sein wesentlicher Inhalt ist die nähere Bestimmung des Entstehens, der Ausgestaltung … Weiterlesen

Das Vorliegen eines Vollstreckungstitels (auch Schuldtitel genannt) ist eine der Voraussetzungen für die Zulässigkeit der Zwangsvollstreckung. Die wichtigsten Vollstreckungstitel sind Urteile, Beschluss, Vollstreckungsbescheid, Vergleich und vollstreckbare Urkunden. Aus welchen Vollstreckungstiteln die Zwangsvollstreckung betrieben werden kann, ergibt sich aus der Zivilprozessordnung. … Weiterlesen

siehe Vollstreckungstitel

Eine Schuldübernahme (Schuldnertausch) ist ein mit dem Einverständnis aller Vertragsparteien vorgenommener Austritt des bisherigen und gleichzeitigen Eintritt eines neuen Darlehensnehmers in den bestehenden Darlehensvertrag. Es werden alle Rechten und Pflichten vom neuen Darlehensnehmer übernommen. Eine Schuldübernahme muss durch notariellen Vertrag … Weiterlesen

Das Schuldverhältnis ist die rechtliche Ausdrucksform der schuldrechtlichen Beziehungen zwischen zwei oder mehreren Personen (Schuldrecht). Im Schuldverhältnis steht die schuldrechtliche Forderung des Gläubigers der Schuld (Obligation, Verbindlichkeit) des Schuldners gegenüber.

Ein Schuldwechsel ist ein Wertpapier, das ein Zahlungsversprechen des Ausstellers enthält.

Bei vermieteten Objekten haben Schuldzinsen den Charakter von Werbungskosten und können daher bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung als Werbungskosten steuermindernd abgesetzt werden.

Die Sicherungsabtretung (Sicherungsübereignung) ist eine im Gegensatz zum Eigentumsvorbehalt nicht gesetzlich geregelte Rechtskonstruktion, wonach bewegliche Vermögensgegenstände meist zur Sicherheit eines Kredits an einen Kreditgeber übereignet werden, ohne dass der Besitz übergeht bzw. das Gut übergeben wird. Dabei kann der Kreditnehmer, … Weiterlesen

Rechtsgeschäfte sind sittenwidrig, wenn sie gegen die guten Sitten, d. h. das Wertesystem der Gesellschaftsordnung verstoßen. Dies lässt sich nur bei einer Gesamtwürdigung und im Einzelfall (zeitgebunden) prüfen (z. B. Knebelungsverträge, Übersicherung von Krediten, Schmiergeld- oder Schweigegeldzahlungen, Wucher, Ausnutzung von … Weiterlesen

Soalranlagen nutzen die Fotovoltaik-Technik. Fotovoltaik ist die Erzeugung von elektrischem Strom aus Sonnenenergie. In Solarzellen, meist aus Silizium, werden unter Zufuhr von Licht oder Wärme positive und negative Ladungsträger freigesetzt (Fotoeffekt) und so Gleichstrom erzeugt, der direkt Motoren antreiben oder … Weiterlesen

Seit dem 1.1.1995 wird der Solidaritätszuschlag erhoben. Bemessungsgrundlage ist die Einkommensteuer unter Berücksichtigung von Freibeträgen (Kinderfreibetrag). Auch auf die Körperschaftsteuer wird der Solidaritätszuschlag verlangt. Die Steuer bemisst sich nach der festgesetzten Körperschaftsteuer. Auf die Einkommen- bzw. Körperschaftsteuer kommt ein Solidaritätszuschlag … Weiterlesen

Der Sollzins ist der auf den Nominalbetrag eines Darlehens bezogene Prozentsatz, mit dem ein Darlehen verzinst wird. Der Sollzins ist der an den Darlehensgeber zu zahlende Zins. Er wird bei Annuitätendarlehen meist pro Jahr (per anno) angegeben. Dagegen steht der … Weiterlesen

Unter Sollzins nach Sollzinsbindung versteht man den Zinssatz, zu dem ein Darlehen nach Ablauf der Sollzinsfestschreibung prolongiert (weitergeführt) wird. Die Höhe des Sollzinses nach Sollzinsbindung richtet sich nach den dann aktuellen Konditionen des Kapitalmarkts und ist insofern hypothetisch. Der Sollzins … Weiterlesen

Die Sollzinsbindungsdauer ist der Zeitraum, für den die Zinskonditionen festgeschrieben sind. Übliche Sollzinsbindungsdauern sind 5, 8, 10 oder 15 Jahre. Mit zunehmender Sollzinsbindungsdauer steigt im Allgemeinen der Zinssatz.

Eine Sondertilgung ist eine Zahlung über die vereinbarte regelmäßige Darlehensrate hinaus. Sie führt i. d. R. zu einer Verkürzung der Gesamtlaufzeit oder zu einer niedrigeren regelmäßigen Darlehensrate. Sondertilgungen sind nur bei Bauspardarlehen ohne gesonderte Vereinbarungen möglich. Bei Darlehen mit variabler … Weiterlesen

Bei der Stellvertretung übernimmt ein Vertreter das rechtsgeschäftliche Handeln für einen Vertretenen (§§ 164 ff. BGB). Voraussetzung ist neben der Zulässigkeit der Stellvertretung und dem Vertretungswillen des Vertreters, dass der Vertretende dem Vertreter eine Vertretungsmacht erteilt hat. Hat der Vertreter … Weiterlesen

Steuerfreie Einnahmen sind Einnahmen, die nicht der Einkommenssteuer unterliegen. Das sind alle Einnahmen, die nicht zu den sieben Einkunftsarten zählen, die in der abschließenden Aufzählung im Einkommensteuergesetz definiert sind. Zu den wichtigsten steuerfreien Einnahmen gehören: Arbeitsentgelt aus einer geringfügigen Beschäftigung … Weiterlesen

Für die Durchführung des Lohnsteuerabzugs werden unbeschränkt einkommensteuerpflichtige Arbeitnehmer Lohnsteuerklassen zugewiesen. Ehepartner können zwischen einzelnen Lohnsteuerklassen wählen. Lohnsteuerklasse I: In die Steuerklasse I gehören Arbeitnehmer, die ledig, verheiratet, verwitwet oder geschieden sind und bei denen die Voraussetzungen für die Steuerklasse … Weiterlesen

Eine Stornierung macht eine Buchung rückgängig. Dies geschieht i. d. R. nicht durch einfaches Löschen der Buchung, sondern durch Gegenbuchung desselben Betrags auf dem gleichen Konto. Wurden also z. B. versehentlich 500 EUR im Soll gebucht, werden, meist ein paar … Weiterlesen

Das Urteil „2 BvF 1/03“ des Bundesverfassungsgerichts vom 26. Januar 2005 erklärt das im Hochschulrahmengesetz enthaltene Verbot von Studiengebühren für nichtig. Damit dürfen die Bundesländer künftig von allen Studierenden Gebühren verlangen und nicht nur – wie bisher bereits möglich – … Weiterlesen

Bei der 360-Tage-Methode geht man davon aus, dass ein Kalenderjahr mit 360 Tagen berechnet wird. Das bedeutet, die echte Anzahl der Tage fällt „unter den Tisch“. Aus diesem Grund – der Ungenauigkeit bei Berechnungen – wird diese Methode auch immer … Weiterlesen

Der Teilauszahlungszuschlag (Teilvalutierungszuschlag) ist der Ausgleich für den zusätzlichen Aufwand, wenn das Darlehen auf Wunsch des Kunden in mehreren Teilen ( z. B. nach Baufortschritt) – ausgezahlt (valutiert) wird. Teilauszahlungszuschläge sind Nebenkosten der Baufinanzierung. Sie haben keinen Einfluss auf die … Weiterlesen

Teilleistung nennt man die erbrachte Leistung, die durch weitere (Teil-)Leistungen zur geschuldeten Gesamtleistung ergänzt werden kann. Der Schuldner ist zur Teilleistung grundsätzlich nicht berechtigt. Dementsprechend kann der Gläubiger eine Teilleistung ablehnen, ohne in Annahmeverzug zu geraten. Ausnahmen können sich aus … Weiterlesen

Eine Teilungserklärung ist die Erklärung eines Grundstückseigentümers gegenüber dem Grundbuchamt, dass das Eigentum an dem Grundstück in Miteigentumsanteile aufgeteilt und mit jedem Miteigentumsanteil das Sondereigentum an bestimmten Räumlichkeiten des vorhandenen Gebäudes oder von noch zu errichtenden Gebäuden verbunden sein soll. … Weiterlesen

Unter Termingeldern versteht man befristete Geldeinlagen, die für mindestens 30 Tage, aber in der Regel wesentlich länger bei einem Kreditinstitut zu einem festen Zinssatz angelegt werden. Mit dieser Anlageform erzielt der Anleger einen höheren Zinsertrag als bei Sichteinlagen. Termingelder kommen … Weiterlesen

Die Tilgung ist der Betrag, mit dem ein Kreditnehmer seine Schulden ratenweise zurückbezahlt. Überwiegend wird im Immobilienbereich noch mit jährlichen Raten von 1 oder 2% des Anfangkredites zurückgezahlt, außer bei Bausparkassen. Bei Bausparkassen sind es rund 7%. Als Tilgungsformen lassen … Weiterlesen

Bei einer Tilgungsaussetzung werden keine Zahlungen zur Rückführung des Darlehensbetrages vereinbart, lediglich die anfallenden Zinsbeträge werden dem Darlehensnehmer in Rechnung gestellt. Eine Tilgungsaussetzung über die gesamte Darlehenslaufzeit wird normalerweise nur vereinbart, wenn ein Tilgungssurrogat (Tilgungsersatz) vorgesehen ist. Beispiele für solche … Weiterlesen

Darlehensgeber sind unter bestimmten Umständen bereit, die Tilgung erst nach den ersten „schwierigen“ Jahren beginnen zu lassen, so dass der Darlehensnehmer in der anfänglichen tilgungsfreien Zeit nur Zinsen zu zahlen hat.

Ein Tilgungsplan ist die zeitliche Darstellung des Verlaufes eines Darlehens von der Auszahlung bis zur planmäßigen Rückführung. Der Tilgungsplan gibt Auskunft über die Höhe der monatlichen Rate, den in der Rate enthaltenen Zins- und Tilgungsanteil und über die Restschuld. Die … Weiterlesen

Ein Tilgungssurrogat (Tilgungsersatz) wird nur bei Tilgungsaussetzung vereinbart. Beispiele für solche Surrogate sind: Kapitallebensversicherungen, Rentenversicherungen, Bausparverträgen oder Investmentfonds.

Der Termin der Tilgungsverrechnung legt den Zeitpunkt fest, zu dem die vereinbarte Tilgung mit dem restlichen Darlehensbetrag verrechnet wird. So wird z. B. bei „sofortiger Tilgungsverrechnung“ die Zahlung unmittelbar nach dem Eingang mit der Restschuld verrechnet.

Treuhandauszahlungen sind Zahlungen an vertrauenswürdige Dritte mit der Auflage, über das Geld nur zu verfügen, wenn die vom Zahlenden gemachten Auflagen erfüllt sind. Zu den wichtigsten Treuhandzahlungen gehören Zahlungen auf ein Notaranderkonto und Zahlungen an Banken. Letztere werden häufig bei … Weiterlesen

Der Parameter „umbauter Raum“ bezeichnet das Volumen eines Baukörpers. Die Berechnung des umbauten Raums gehört zu den unbedingt notwendigen Objektunterlagen bei der Darlehensbeantragung. Diese Berechnung ist auch Bestandteil jedes Bauantrages.

Die Umsatzsteuer gehört zu den Verkehrssteuerarten. Private Verbraucher sowie öffentliche Verbraucher werden beim Erwerb von Gütern und Leistungen mit der Umsatzsteuer belastet. Unternehmer können die Umsatzsteuer als Vorsteuer beim Finanzamt geltend machen, wenn sie die mit Umsatzsteuer belasteten Güter und … Weiterlesen

Eine Umschuldung ist die Ablösung eines bestehenden Kredites durch ein neues Darlehen eines in der Regel anderen Darlehensgebers. Umschuldungsmöglichkeiten ergeben sich, wenn kurzfristige Bankkredite (Zwischenfinanzierung) in ein langfristiges Darlehen umgewandelt werden sollen, wenn an die Stelle eines Annuitätendarlehens ein Festdarlehen … Weiterlesen

Nach § 22 Abs. 1 GrEStG dürfen Erwerber eines Grundstücks oder eines Erbbaurechts in das Grundbuch erst dann als Eigentümer oder als Erbbauberechtigter eingetragen werden, wenn eine Bescheinigung des Finanzamtes vorgelegt wird, dass der Eintragung steuerliche Bedenken nicht entgegenstehen. Das … Weiterlesen

Allgemein gesprochen ist ein Urteil eine Entscheidung über einen bestimmten Sachverhalt oder Erkenntnisgegenstand. Im gerichtlichen Verfahren ist ein Urteil die instanzerledigende Entscheidung, die das erkennende Gericht in der Regel auf Grund einer mündlichen Verhandlung erlässt. Neben dem Urteil gibt es … Weiterlesen

Valuta bzw. Wertstellungsdatum ist der Zeitpunkt, an dem die zinsmäßige Gutschrift oder Belastung für den Kunden auf dem Konto erfolgt. Die Valuta ist i. d. R. nicht mit dem Buchungsdatum identisch. Vom Tag der Wertstellung setzt die Berechnung der Soll- … Weiterlesen

Das Verbraucherinsolvenzverfahren (auch „Privatinsolvenz“) ist ein vereinfachtes Insolvenzverfahren. Es ist in der Insolvenzordnung (InsO, §§ 304-314) geregelt und seit dem 1. Januar 1999 in Kraft. Das Verbraucherinsolvenzverfahren gilt für natürliche Personen sowie ehemalige Selbstständige, die weniger als 20 Gläubiger und … Weiterlesen

Das Verbraucherkreditgesetz (VerbrKrG) gehörte zu den Gesetzen, die vornehmlich den Verbraucherschutz sicherstellen wollten und insbesondere auf die modernen Entwicklungen im Kreditgewerbe reagieren sollte. Mit dem Schuldrechtsmodernisierungsgesetz von 2002 wurde das Verbraucherkreditgesetz (zum 31. Dezember 2001) aufgehoben und in das BGB … Weiterlesen

Das Gesetz zur Umsetzung der Verbraucherkreditrichtlinie tritt zum 11. Juni 2010 in Kraft. Es ändert u. a. das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) und die Preisangabenverordnung (PAngV). Das Gesetz zur Umsetzung der Verbraucherkreditrichtlinie erfasst in seinem Anwendungsbereich alle entgeltlichen Verbraucherdarlehensverträge einschließlich Überziehungskrediten … Weiterlesen

Mit dem Vergleichskonto läßt sich die korrekte Berechnung des Effektivzinses nachvollziehen. Das Vergleichskonto wird mit dem Effektivzins verzinst. Sämtliche Zahlungen werden sofort gutgeschrieben. Das Konto wird täglich verzinst. Das Konto wird taggenau auf der Basis der tatsächlich anfallenden Tage nach … Weiterlesen

Die Vergleichsmiete (ortsübliche Miete) ist die Miete, die für eine nach Baujahr, Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage vergleichbare Wohnung üblich ist.

Der Vergleichszins gibt den effektiven Zins für alle Darlehen zusammen an. Er ist sozusagen der „Effektivzins der gesamten Finanzierung“. Hier werden quasi alle Fremdmittel als ein Darlehen betrachtet und die jährlichen Kosten für dieses globale Darlehen ermittelt. Der Vergleichszins berücksichtigt … Weiterlesen

Der Verkehrswert eines Grundstückes wird durch den Preis bestimmt, der zum Wertermittlungsstichtag im gewöhnlichen Geschäftsverkehr am Grundstücksmarkt im Falle einer Veräußerung am Bewertungsstichtag zu erzielen wäre. Dabei sind die rechtlichen Gegebenheiten, z. B. Wegerecht und tatsächliche Eigenschaften, z. B. Grad … Weiterlesen

Die Verkehrswertmethode ist eine Berechnungsmethode, mit der das Finanzamt den Steueranteil eines Grundstückes ermittelt. Diese ist besonders bedeutend bei alten, bebauten Grundstücken, bei denen ausgehend vom ursprünglichen Anschaffungswert der reale Grundstücks- und Gebäudewert ermittelt werden muss. Diese Werte sind weiterhin … Weiterlesen

Das Vermögensverzeichnis ist in der Vollstreckung das amtliche Formular, welches bei der Abnahme der Eidesstattlichen Versicherung gebraucht wird.

Vermögenswirksame Leistungen sind eine Form der Vermögensbildung für Arbeitnehmer. Vermögenswirksame Leistungen werden tariflich oder per Arbeitsvertrag vereinbart und vom Arbeitgeber direkt auf das vom Arbeitnehmer benannte Anlagekonto überwiesen. Die Sparformen sind vom Gesetzgeber vorgegeben. In Frage kommen z. B. Bausparverträge, … Weiterlesen

Das Versäumnisurteil ist nach deutschem Zivilprozessrecht eine gerichtliche Entscheidung, die auf Grund einer mündlichen Verhandlung gegen eine Partei ergeht, die trotz ordnungsgemäßer Ladung nicht erschienen ist oder die trotz Erscheinens nicht zur Sache verhandelt. Säumnis des Beklagten: Erscheint der Beklagte … Weiterlesen

Eine gepfändete Sache ist auf schriftliche Anordnung der Vollstreckungsbehörde zu versteigern. In der Regel erfolgt dies durch den Vollziehungsbeamten. Ort und Zeit der Versteigerung sind öffentlich bekannt zu geben. Dabei sind die Sachen, die versteigert werden sollen, im Allgemeinen zu … Weiterlesen

Bei einer Vollstreckung nach der Abgabenordnung erfolgt eine Verwertung beweglicher Sachen, oft im Rahmen einer öffentlichen Versteigerung. Der Vollstreckungsschuldner kann eine besondere Verwertung beantragen. Wird dem Antrag stattgegeben, kann die Vollstreckungsbehörde die bestmögliche Verwertung der beweglichen Gegenstände anstreben, um einen … Weiterlesen

Verwertungsgebühren sind die Kosten, die dem Vollstreckungsschuldner im Rahmen der Vollstreckung zu Last gelegt werden. Sie sind in Gebühren und Auslagen untergliedert. Im Vollstreckungsverfahren werden Pfändungsgebühren, Wegnahmegebühren und Verwertungsgebühren erhoben.

Verzug ist die unzulässige Verzögerung der zu erbringenden Leistung. Sowohl der Gläubiger als auch der Schuldner (Schuldnerverzug) kann in Verzug kommen.

Unter Vollmacht versteht man die durch ein Rechtsgeschäft begründete Vertretungsmacht. Die Vollmacht entsteht durch einseitige empfangsbedürftige Willenserklärung des Vollmachtgebers gegenüber dem Vertreter bzw., in Deutschland, wahlweise auch gegenüber dem Dritten. Unterschieden werden: Spezialvollmacht (zum Abschluss eines konkreten Rechtsgeschäftes) Generalvollmacht (zum … Weiterlesen

Unter Vollstreckung versteht man im strafrechtlichen Sinne die Ausführung eines Urteils, im zivilrechtlichen Sinne die Durchführung einer Zwangsvollstreckung.

Steht dem Gläubiger ein Geldanspruch zu, verweigert der Schuldner die Zahlung, liegt ein wirksamer Vollstreckungstitel vor, wird der Gerichtsvollzieher beauftragt. Stellt dieser fest, dass keine pfändbaren körperlichen Sachen vorhanden sind, kann er die Pfändung anderer Vermögenswerte vornehmen (§ 857 ZPO). … Weiterlesen

Vollstreckt wird mit einem Vollstreckungstitel. Zwischen Erteilung und tatsächlicher Pfändung können aber Umstände auftreten, wodurch die Vollstreckung unwirksam ist. So entfällt z. B. ein durch Urteil festgestellter Geldanspruch, wenn der Schuldner zwischenzeitlich gezahlt hat. Trotzdem besitzt der Gläubiger immer noch … Weiterlesen

Der Vollstreckungsbescheid ist ein Vollstreckungstitel, mit dem die Vollstreckung erfolgen kann. Wenn der Schuldner nach der in einem Mahnbescheid gesetzten Zahlungsfrist seine Forderung immer noch nicht beglichen hat und keinen Widerspruch gegen den Bescheid eingelegt hat, kann ein Vollstreckungsbescheid erwirkt … Weiterlesen

Das Vollstreckungsgericht nimmt die den Gerichten zugewiesene Anordnung von Vollstreckungshandlungen und die Mitwirkung bei solchen wahr. Die Aufgaben des Vollstreckungsgerichts gehören in der Regel zur Zuständigkeit der Amtsgerichte. Bei der Vollziehung des Arrests ist das Arrestgericht (Amtsgericht oder Landgericht) Vollstreckungsgericht … Weiterlesen

Die Kosten einer Vollstreckung (Gebühren und Auslagen) muss der Schuldner tragen. Zu den Gebühren, die im Rahmen einer Vollstreckung erhoben werden, gehören die Pfändungsgebühren, die Wegnahmegebühren und die Verwertungsgebühren. Für das Mahnverfahren werden keine Kosten erhoben. Jedoch hat der Schuldner … Weiterlesen

Das Vorliegen eines Vollstreckungstitels (auch Schuldtitel genannt) ist eine der Voraussetzungen für die Zulässigkeit der Zwangsvollstreckung. Die wichtigsten Vollstreckungstitel sind Urteile, Beschluss, Vollstreckungsbescheid, Vergleich und vollstreckbare Urkunden. Aus welchen Vollstreckungstiteln die Zwangsvollstreckung betrieben werden kann, ergibt sich aus der Zivilprozessordnung. … Weiterlesen

Finanzierungen durch Banken werden in der Praxis stets so vergeben, dass sich ein Kreditnehmer in Bezug auf die Grundschuld der sofortigen Zwangsvollstreckung in das belastete Grundstück unterwirft, sobald der Kreditnehmer seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Diese Klausel geht stets … Weiterlesen

Die Vorfälligkeitsentschädigung ist das Entgelt für die der Bank entstehenden Verluste und entgangenen Erträge bei einer außerplanmäßigen Rückzahlung eines Darlehens. Die Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung bzw. deren Berechnungsmethode ist durch Gerichtsurteile festgelegt worden. Die vorzeitige Darlehensablösung muss aber vom Darlehensgeber (wenn … Weiterlesen

Das Vorkaufsrecht ist das Recht des Begünstigten, dass bei Verkauf der Immobilie an einen Dritten diese an ihn zu gleichen Bedingungen übertragen wird bzw. er seine Zustimmung zum Verkauf geben muss. Ein Vorkaufsrecht wird im Grundbuch Abt. II Lasten und … Weiterlesen

Ein Vorschaltdarlehen ist ein kurz- bis mittelfristiges Darlehen mit Umschuldungsanspruch. Bei einem Vorschaltdarlehen, bei dem der Zinssatz z. B. für ein bis zwei Jahre festgeschrieben wird, wird dem Darlehensnehmer das Recht eingeräumt, jederzeit eine längerfristige Zinsfestschreibung zu verlangen.

Als Vorsteuer wird die Umsatzsteuer bezeichnet, die einem Unternehmer beim Erwerb von Lieferungen oder sonstigen Leistungen in Rechnung gestellt wird. Die in Rechnung gestellte Umsatzsteuer können Unternehmer mit der Umsatzsteuer, die sie auf ihre Lieferungen oder sonstigen Leistungen erheben müssen, … Weiterlesen

Ein Wechselmahnbescheid ist ein im Mahnverfahren ergehender Mahnbescheid, dem ein Anspruch aus einem Wechsel zu Grunde liegt. Beim Wechselmahnbescheid ist das Mahnverfahren besonders gestaltet (§ 703a ZPO). Wird Widerspruch erhoben, geht das Wechselmahnverfahren in den Wechselprozess über.

Ein Wegerecht ist das Recht zum Überqueren eines anderen Grundstücks. Eine evtl. Wertminderung des Objektes durch dieses Recht ist individuell zu prüfen.

Werbungskosten sind alle Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung von Einnahmen. Sie können beim Erwerb von Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit, aus Kapital- Vermögen, aus Vermietung- und àVerpachtung oder beim Erwerb von sonstigen Einkünften entstehen. Im Rahmen der jährlichen Einkommensteuererklärung sind … Weiterlesen

Die Wertberichtigung (indirekte Abschreibung) ist eine Korrekturgröße zur Erfassung der Wertminderung einer auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesenen Position, z. B. der Forderungen. Sie wird auf der Passivseite der Bilanz gezeigt, z. B. Pauschalwertberichtigung auf Forderungen. Dadurch kann auf der … Weiterlesen

Eine Wertermittlung erfolgt, um den Verkehrswert und den Beleihungswert einer Immobilie zu ermitteln. Diverse unterschiedliche Verfahren werden dabei zur Bewertung herangezogen. Bei Eigentumswohnungen, Ein- und Zweifamilienhäuser erfolgt die Bewertung in der Regel über das Sachwertverfahren. Der Sachwert einer Immobilie setzt … Weiterlesen

Widerruft ein Darlehensnehmer ein vertraglich vereinbartes Verbraucherdarlehen, wird das Darlehen rückabgewickelt. Dafür werden alle empfangenen Leistungen und Zinsen des Darlehensnehmers und des Darlehensgebers zunächst getrennt betrachtet. Die Leistungen, die der Darlehensnehmer bis zum Datum des Widerrufs erhalten hat, werden mit … Weiterlesen

Das Eigenheimrentengesetz, auch „Wohn-Riester“, trat rückwirkend zum 01.01.2008 in Kraft. Mit dem Eigenheimrentengesetz soll der Bau oder Kauf einer selbstgenutzten Immobilie gefördert werden, wenn diese Wohnung nach dem 31.12.2007 hergestellt oder angeschafft wurde. Gefördert werden eine selbstgenutzte Wohnung in einem … Weiterlesen

Das Wohnförderkonto ist ein fiktives Konto, das zur Ermittlung der Steuerschuld im Rentenalter geführt wird, wenn der Immobilienerwerb nach dem Eigenheimrentengesetz („Wohn-Riester“) steuerlich gefördert wurde. Das in der selbstgenutzten Wohnung gebundene geförderte Altersvorsorgevermögen wird wie bei allen Riesterverträgen im Rentenalter … Weiterlesen

Ein Wohnrecht ist ein Recht zu Gunsten eines Dritten zur uneingeschränkten Nutzung einer Immobilie unter Ausschluss des Eigentümers. Das Wohnrecht kann auch auf einen Teil des Gebäudes beschränkt sein. Der Berechtigte ist befugt weitere Personen in die Wohnung aufzunehmen. Kosten … Weiterlesen

Anspruch auf die Wohnungsbauprämie haben bis zum 31.12.2008 alle in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtigen Personen ab 16 Jahren oder Vollwaisen unabhängig vom Alter, wenn sie Bausparbeiträge leisten und die Einkommensgrenzen nicht überschreiten. Bei bis zum 31.12.2008 abgeschlossenen Bausparverträgen können Bausparer nach … Weiterlesen

Eine Zahlung ist eine Form der Erfüllung, wonach das Schuldverhältnis erlischt, wenn der Schuldner die geschuldete Leistung erbracht hat. Die Zahlung ist bei einem zweiseitig verpflichtenden Vertrag wie dem Kaufvertrag Hauptleistungspflicht des Käufers und steht mit den Leistungen des Verkäufers … Weiterlesen

Eine Zahlungsklage ist eine Leistungsklage, die auf Zahlung einer bestimmten Geldsumme geht.

Zahlungsunfähigkeit liegt vor, wenn der Schuldner nicht in der Lage ist, die fälligen Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen (Insolvenzrecht § 17 Abs. 2 InsO). Zahlungsunfähigkeit ist anzunehmen, wenn der Schuldner seine Zahlungen eingestellt hat. Die Zahlungsunfähigkeit ist Grund zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens.

Mit dem Zahlungsverbot wird einem Schuldner verboten, eine Geldleistung an den Gläubiger zu zahlen. Dieses Zahlungsverbot in der Form eines Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses wird von dem Amtsgericht als Vollstreckungsgericht aufgrund eines rechtskräftigen Titels erlassen, in dessen Bezirk der Schuldner wohnt.

Ein Zedent ist der ursprüngliche Inhaber einer bestehenden Forderung, der die Forderung dann an einen anderen abtritt (überträgt).

Eine Abtretung oder Zession (lateinisch: „Übertragung“) ist die Übertragung von Rechten und Ansprüchen auf einen Dritten. Bei einer Immobilienfinanzierung kommen z. B. folgende Abtretungen vor: Abtretung der Rechte und Ansprüche aus Bausparverträgen, Kapitallebensversicherungen, Investmentfonds und Grundschulden. Eine Forderung kann durch … Weiterlesen

Der Zessionar ist die Person, an die eine bestehende Forderung abgetreten wird. Der Zessionar wird dann Forderungsinhaber und kann vom Schuldner die Leistung fordern.

Die Zuteilung eines Bauspardarlehens ist u. a. abhängig von der Bewertungszahl. Sie erfolgt in der Reihenfolge der erreichten Bewertungszahlen. Die niedrigste ausreichende Bewertungszahl wird Zielbewertungszahl genannt. Den Bausparern, die an den vorgegebenen Stichtagen die Zahl erreicht oder überschritten haben, teilt … Weiterlesen

Die Zinsabgrenzung grenzt die Zinseinnahmen des Darlehensgebers auf das Kalenderjahr ab. Die Zinsabgrenzung weist die jährlich gezahlten Raten sowie deren Zinsanteil aus. Im Normalfall sind das auch die Zinsen, die der Darlehensnehmer pro Jahr bezahlt. Ein Spezialfall liegt vor, wenn … Weiterlesen

Der Zinsabschlag ist eine Form der Kapitalertragsteuer. Er beträgt 30 Prozent vom Kapitalertrag. Bei Tafelgeschäften erhöht sich der Zinsabschlag auf 35 Prozent. Der Zinsabschlag wird auf Zinserträge des Steuerpflichtigen erhoben und ist durch das kontoführende Kreditinstitut an das Finanzamt abzuführen, … Weiterlesen

Auf das zu versteuernde Einkommen kommt die tarifliche Einkommensteuer zur Anwendung. Das zu versteuernde Einkommen errechnet sich wie folgt: Summe der positiven Einkünfte aus jeder Einkunftsart + Hinzurechnungsbetrag nach Auslandsinvestitionsgesetz – ausländische Verluste bei Doppelbesteuerungsabkommen (§ 2a Abs. 3 S. … Weiterlesen

Der Zuteilungstermin ist der Tag, an dem Bausparverträge zugeteilt werden. Man unterscheidet ihn vom dem Stichtag, der für die Feststellung der Zuteilungsvoraussetzungen maßgebend ist.

Eine Zwangshypothek (auch: Zwangssicherungshypothek oder Sicherungshypothek) ist eine Maßnahme der Zwangsvollstreckung (§ 867 ZPO). Auf Antrag des Gläubigers einer Geldforderung wird sie im Grundbuch des Schuldners eingetragen. Ebenso wie eine rechtsgeschäftlich („freiwillig“) eingetragene Hypothek verschafft sie dem Gläubiger einen dinglichen … Weiterlesen

Die Zwangsversteigerung (Subhastation) ist eine Zwangsvollstreckung im Vollstreckungsverfahren, das den Vorschriften der Zivilprozessordnung unterliegt. Das Zwangsversteigerungsverfahren ist im Zwangsversteigerungsgesetz über die Zwangsversteigerung und Zwangsverwaltung gesetzlich geregelt. Die Zwangsversteigerung ist die Durchsetzung eines Anspruchs mit staatlichen Machtmitteln. Der Gläubiger hat die … Weiterlesen

Die Zwangsverwaltung ist ein Vollstreckungsverfahren, das den Vorschriften der Zivilprozessordnung (ZPO) unterliegt. Das Zwangsverwaltungsverfahren ist im Gesetz über die Zwangsversteigerung und die Zwangsverwaltung (ZVG) gesetzlich geregelt. Die Zwangsverwaltung ist eine der Möglichkeiten, in das unbewegliche Vermögen zu vollstrecken. Zum unbeweglichen … Weiterlesen

Die Zwangsvollstreckung ist ein gesetzlich geregeltes Verfahren zur Durchsetzung der mit einem Vollstreckungstitel titulierten Ansprüche eines Gläubigers gegenüber einem Schuldner. Die Zwangsvollstreckung darf nur durch staatliche Stellen betrieben werden. Zuständig sind dabei im Einzelnen: Gerichtsvollzieher zur Zwangsvollstreckung in körperliche Sachen … Weiterlesen

Eine Zwischenfinanzierung dient der Überbrückung eines kurzfristigen Kreditbedarfs (z. B. während der Bauphase). Die Zwischenfinanzierung wird später durch Eigenkapital (z. B. aus dem Verkauf einer anderen Immobilie) oder die Auszahlung der langfristigen Finanzierungsmittel abgelöst.